Jochen Robes über Bildung, Lernen und Trends

Connectivism

Von „Connectivism“ sprechen wir seit 2004, als George Siemens seinen Artikel „A learning theory for the digital age“ veröffentlichte (der Artikel findet sich übrigens noch an vielen, verstreuten Stellen im Netz, zum Beispiel hier). Von der Theorie ging es dann sehr schnell in die didaktische Praxis und die ersten MOOCs, in denen ab 2008 George Siemens und Stephen Downes darlegten, was Connectivism konkret für Lernumgebungen und Lernaktivitäten bedeuten könnte.

Jetzt, 2022, hat Stephen Downes den Ball noch einmal aufgenommen und in einem längeren Grundlagenartikel sein Verständnis von Connectivism festgehalten. Bevor ich mich an dieser Stelle in den Details seiner Ausführungen verliere, zitiere ich die kurze Einleitung des Autors:

„Connectivism is the thesis that knowledge is constituted of the sets of connections between entities, such that a change in one entity may result in a change in the other entity, and that learning is the growth, development, modification or strengthening of those connections. This paper presents an overview of connectivism, offering a connectivist account of learning and a detailed analysis of how learning occurs in networks. It then offers readers an interpretation of connectivism, that is, a set of mechanisms for talking about and implementing connectivism in learning networks, and finally, pedagogy.“

Der Artikel beschäftigt sich vor allem mit der Frage, was Lernen eigentlich bedeutet und wie Netzwerke funktionieren. Er streift andere Lerntheorien und nimmt natürlich Bezug auf Siemens‘ „A theory for the digital age“. Zum Stichwort „The Connectivist Principle of Pedagogy“ findet sich das schöne Statement:
„If it had to be summarized in a single sentence, the connectivist principle of pedagogy would read: “to teach is to model and demonstrate; to learn is to practice and reflect”.

Abschließend geht Stephen Downes auch auf die MOOCs ein, die er zusammen mit George Siemens moderiert hat: „Learning activity in connectivism is based on putting people into a kind of environment, not in a formal course, but in an overall sort of environment like that.“
Stephen Downes, Half an Hour, 9. Februar 2022

Nachtrag (13.02.2022): siehe auch den Kommentar von Tony Bates: „Stephen Downes latest contribution to the theory of connectivism: an overview“ (11. Februar 2022)

Bildquelle: Matthias Melcher

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