Jochen Robes über Bildung, Lernen und Trends

An Artificial Neural Network (ANN)-Based Learning Agent for Classifying Learning Styles in Self-Regulated Smart Learning Environment

Es geht mir weniger um den Artikel, der hinter dem Titel dieses Beitrags steckt, sondern mehr um den Kommentar von Stephen Downes. Wir alle wissen (!?) ja, dass unterschiedliche Lernstile nicht existieren, dass sie ein Mythos der Bildung sind. Aber schon diese Aussage verkürzt eigentlich das Problem, denn natürlich lernen wir auf unterschiedliche Art und Weise. Und natürlich können wir diese unterschiedlichen Lernwege erfragen, wir können aus den Befragungsergebnissen Cluster bilden und diesen Clustern einen Namen geben, zum Beispiele „Lernstile“. Dieses Vorgehen gehört zum wissenschaftlichen Handwerkszeug (und deshalb gibt es nach wie vor Studien, die „Lernstile“ erheben). Nicht die unterschiedlichen Lernstile sind also das Problem, sondern die Schlussfolgerungen und Ableitungen, die aus ihren Erhebungen getroffen werden: dass zum Beispiel Lehr- und Lernmaterialien für bestimmte Lernstile entwickelt werden müssen, dass es einen unmittelbaren Zusammenhang zwischen Lernstil und Lernerfolg gibt und vieles mehr.

Dazu die Gedanken von Stephen Downes, die ich hier in Gänze wiedergebe: „Every student learns and processes information differently, mainly due to their behavioral or cultural differences.“ To me, it would be surprising if this were not true. Despite the repeated assertions in several quarters that there are no such things as learning styles, research on them continues to be published. In this article the authors use an artificial neural network (ANN) to identify individuals‘ learning styles based on their work. It’s not the first such study, and I expect that future data mining research will continue to find differences in the way students study and learn. And if studies continue to find them it becomes absurd to continue saying they don’t exist.

The best that can be said, I think, is that knowledge of learning styles is not relevant to instructional design or selection of learning materials. The authors report that „the findings of this study are now being used in the development of a self-regulated smart learning environment to support students learning experiences.“ So even these latter assertions become more difficult to sustain.“
Stephen Downes, OLDaily, 22. September 2021

Bildquelle: Yusufu Gambo, Muhammad Zeeshan Shakir

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