Jochen Robes über Bildung, Lernen und Trends

Lernkultur verstehen, analysieren, entwickeln – Beitrag zur eLearning eSUMMIT Eröffnungskonferenz

Ich hatte das Vergnügen, Christoph Meier auf dem gestrigen eSummit anzumoderieren. Dort hat er uns in 20 Minuten eine kurze und komprimierte Übersicht zum Thema “Lernkultur – verstehen, analysieren, entwickeln” präsentiert. Anschließend folgte noch sein Hinweis, dass es zum Vortrag auch ein Whitepaper gibt, das online zur Verfügung steht. Wer am Thema “Lernkultur” interessiert ist, sollte dieses Whitepaper (23 S.) unbedingt lesen!

Denn Christoph Meier geht es nicht darum, ein weiteres Bild von “New Learning” zu zeichnen. Er beschreibt vielmehr, wie man als Organisation das Thema “Lernkultur” operationalisiert, konkret: wie man eine Standortbestimmung der eigenen betrieblichen Lernkultur durchführt, welche Instrumente einem dafür zur Verfügung stehen (vorgestellt werden: “Dimensions of the learning organization/ DLOQ)”, “Lernkulturinventar” und “scil-Lernkulturanalyse”) und wie ein Zielbild hilft, konkrete Handlungsfelder zu identifizieren und Maßnahmen einzuleiten. 

Sein Abschluss gefällt mir sehr: “Betriebliche Lernkulturen, um ein Fazit zu ziehen, sind in nur schwer zu durchschauender Weise verwobene Netze von tief liegenden Annahmen mit Bezug zum Lernen, von Bewertungen, Präferenzen und Regelungen sowie von darauf bezogenen Symbolen, Gegenständen, Handlungen und Infrastrukturen. Lernkulturen können mit verfügbaren Instrumenten analysiert werden.

Die erzielten Ergebnisse können als Grundlage für die Entwicklung von Zielbildern sowie anschliessend für die Erarbeitung von Veränderungsimpulsen herangezogen werden. Allerdings: eine gezielte (und erfolgreiche) Lernkulturveränderung ist schwierig und alles andere als eine exakte Wissenschaft. Unerwartete Nebenwirkungen sind nicht auszuschliessen. Wichtig ist aber in jedem Fall ein systematisches Vorgehen und vor allem ein sorgfältiges Beobachten von Veränderungen gekoppelt mit wiederholtem Nachsteuern.”

Konkrete Schaubilder, Beispiele sowie ein umfassendes Literaturverzeichnis runden das Whitepaper ab. Empfehlenswert!
Christoph Meier, scil/ Blog, 2. September 2021

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