Jochen Robes über Bildung, Lernen und Trends

Hybride Präsenzveranstaltungen in der Weiterbildung – ein Beispiel und Erfolgsfaktoren

Weiter geht es mit dem Stichwort “hybrid”! Auch wenn man sich auf eine Übersetzung des Begriffs geeinigt hat (hybrid = Veranstaltungen, in denen einige Teilnehmende vor Ort, andere online sind), kann die konkrete Umsetzung einer hybriden Präsenzveranstaltung eine Aufgabe sein, die einiges an Planung und Erfahrung erfordert. Wie aufwändig die Umsetzung ist, hängt nicht zuletzt von den konkreten Rahmenbedingungen des jeweiligen Bildungsveranstalters ab, seinen Zielen, seinen Möglichkeiten und dem didaktischen Design seiner Lehr- und Lernszenarien.

Auch die scil Academy in St. Gallen hat sich in den letzten Wochen und Monaten mit hybriden Designs auseinandergesetzt. Christoph Meier hat daraus einen ausführlichen Erfahrungsbericht entwickelt. “Dieser Beitrag skizziert unsere Rahmenbedingungen als Bildungsanbieter, das Blended Learning Design unserer Weiterbildungsmodule, das technische Setup für die Durchführung von hybriden Vertiefungsphasen und Aspekte der Prozessgestaltung. Abschliessend werden die damit verbundenen Herausforderungen und Erfolgsfaktoren zusammengefasst.”

Die Lektüre lohnt sich, weil alle wichtigen Bausteine bzw. Einflussfaktoren hybrider Veranstaltungen angesprochen und bewertet werden: das didaktische Design der Kurse, die technische Ausstattung, die Kompetenzen der TrainerInnen bzw. LernbegleiterInnen sowie die der Kursteilnehmenden. Und weil Christoph Meier, wie immer, sehr offen über die Konzepte, Pläne und Erfahrungen der scil Academy spricht!

Hier ein Absatz aus dem Beitrag zum Stichwort “Erwartungsmanagement”: “Wir waren davon ausgegangen, dass die Option, auf Distanz an der Präsenzphase eines Moduls teilzunehmen, vor allem für weit entfernte Teilnehmende attraktiv ist. Aber die Präferenzen der Teilnehmenden sind einfach unterschiedlich – und wir müssen dies als Weiterbildungsanbieter zur Kenntnis nehmen. So hat sich, beispielsweise, ein Teilnehmer entschieden, neun Stunden Bahnfahrt (jeweils Hin- & Rückfahrt) für die Teilnahme in St.Gallen zu investieren, weil ihm die direkte Begegnung mit uns und den anderen Teilnehmenden sehr wichtig war. Andererseits hat sich eine Teilnehmerin, die gut zwei Stunden Reisezeit gehabt hätte (jeweils Hin- & Rückfahrt), für eine Teilnahme auf Distanz entschieden.”
Christoph Meier, scil/ Blog, 28. August 2021

Bildquelle: scil

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