Jochen Robes über Bildung, Lernen und Trends

The Biggest Myth In Education

Bei diesem Titel kann man ohne Risiko auf das Thema wetten, um das es geht: “Learning Styles” bzw. Lernstile. Die Botschaft ist klar, und ich habe sie hier auf dieser Seite über die Jahre schon mehrfach verlinkt: Lernstile existieren nicht oder: “learning styles are a stubborn myth”. Obwohl also alles klar zu sein scheint, ist das Video (14:26 Min.) trotzdem zu empfehlen. Der Autor geht das Thema nicht akademisch verbissen, sondern spielerisch und experimentell an, arbeitet sich am populären VARK-Modell (visual, aural, read/ write, kinesthetic learning) ab und fasst einige wissenschaftliche Studien auf diesem Feld schön zusammen.

Die Popularität von Lernstilen rührt daher, so der Autor, dass sie an der tief verwurzelten Vorstellung von der Individualität und Diversität der Menschen anknüpfen, dass wir fest an sie glauben und deshalb im Alltag nur Bestätigungen dieses Konzepts sehen. Aber der Glaube an Lernstile, das ist für Lernende die gute Nachricht, macht nichts kaputt, weil wir sowieso und hinter unserem Rücken jederzeit mit allen Sinneskanälen arbeiten. Der Vorwurf, einem altbekannten Mythos zu folgen, richtet sich also vor allem an Lehrende und Pädagog:innen, die ihre Lehr- und Lernaktivitäten auf dem Konzept individuell unterschiedlicher Lernstile aufbauen.

Jede/r lernt also besser, wenn unterschiedliche Modalitäten, also textliche, auditive, sprachliche und visuelle Ressourcen, kombiniert werden. Oder umgekehrt: Wir sind alle visuelle, audititive usw. Lernende zugleich.
Veritasium, YouTube, 9. Juli 2021

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