Jochen Robes über Bildung, Lernen und Trends

Kleine Idee, große Wirkung: Die Erfolgsgeschichte von LEX – Lernen von Experten

Ich habe heute an einer Online-Veranstaltung der DGFP teilgenommen. Shakil Awan von der Deutschen Telekom hat dort mit viel Engagement „sein“ Projekt vorgestellt: „LEX – Lernen von Experten“. Da mir die Folien der Präsentation nicht zur Verfügung stehen, verlinke ich hier auf ein Interview mit Shakil Awan. Dort heißt es über das Projekt:

„LEX ist ein internationales Mitarbeiternetzwerk mit rund 18.000 Mitgliedern, in dem Kolleg*innen ihr Wissen mit anderen Kolleg*innen teilen. Wir lernen voneinander – und das auf informelle Art und Weise. LEX basiert auf Freiwilligkeit, Engagement und Kollegialität. Das ist auch der entscheidende Unterschied zu anderen Lernangeboten.“

LEX ist Ende 2017 gestartet. Im heutigen Webinar hat uns Shakil Awan schrittweise durch die wichtigsten Bausteine der Lernplattform geführt: „Sessions“, „Experten“, „Exchange“, „Mentoring/ Coaching“, „Forum/ Marketplace“, „Videos“, „Local“, „News“ und „Library“. Ich denke, die Titel der meisten Bausteine deuten an, was hinter ihnen steckt. Hinter „Sessions“ verbirgt sich zum Beispiel ein umfangreicher Veranstaltungskalender mit einer langen Liste von Live-Online-Events, in denen Mitarbeitende ihre Themen vorstellen. Und bei 18.000 Nutzern ist der Kalender natürlich gut gefüllt. Andere Bausteine führen zu weiteren Austauschformaten: synchron, asynchron, bilateral, in verschiedenen Sprachen. Business- und Freizeit-Themen stehen oft nebeneinander.

In der anschließenden Diskussion berichtete der Initiator, was hinter der Erfolgsgeschichte von LEX steht. Ein „Kümmerer“, viel Begeisterung, wenig Vorgaben und Regeln, viel Vertrauen und Unterstützung. Bis heute kommen täglich NutzerInnen, Angebote, Aktivitäten und Schnittstellen hinzu. Auch das interne Community Management wurde in den letzten Monaten kräftig aufgestockt.

Wenn ich jetzt eine kurze Einordnung dieses Angebots versuche: LEX steht neben der klassischen Lernplattform des Unternehmens (aber beide Plattformen sind verlinkt!). Es wird als „informelle Lernplattform“ beschrieben und beworben. Dieses ungewöhnliche Etikett zeigt sehr schön, dass es daneben wahrscheinlich auch eine Plattform für das tägliche, soziale Netzwerken der Mitarbeitenden gibt, also einen Platz, wo jede/r schnell einen Link posten und teilen kann, wo man anderen Mitarbeitenden oder Themen folgt usw. (im heutigen Webinar wurden diese Aktivitäten nicht angesprochen).

Diese Spielfelder – also eine Lernplattform für das formale Lernen, eine Plattform für das Peer-to-Peer-Lernen (wie LEX) und das interne soziale Netzwerk des Unternehmens – machen heute die Lernumgebung vieler (Groß-)Unternehmen aus. Hinzu kommen dann noch, nicht zu vergessen, die Ressourcen und Netzwerke im Internet.

Abschließend hier noch einige Zahlen, Daten & Fakten über LEX (pdf, Dez. 2020).
Winfried Ebner, Gespräch mit Shakil Awan, Blog.Telekom, 22. Dezember 2020

Bildquelle: Deutsche Telekom

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