Jochen Robes über Bildung, Lernen und Trends

Das Wikipedia Versprechen

Am 15. Januar 2001 ging Wikipedia an den Start. Jetzt, zum 20. Geburtstag, ist eine Reihe von Dokumentationen erschienen. Unter anderem eine auf Arte, die ich mir angeschaut habe und hier verlinke. Es ist ein unterhaltsamer Überblick, der Wikipedianer und KritikerInnen zu Wort kommen lässt und Erfolge wie Herausforderungen einer globalen Enzyklopädie schildert. Aber irgendwie auch nur ein Startpunkt, von dem aus man gerne einzelne Fragen und Themen vertiefen möchte.

So wird zum Beispiel der Einsatz von Bots auf Wikipedia angesprochen – und zwar von Bots, die Artikel schreiben. Oder es wird kurz erwähnt, dass es heute gar nicht mehr so einfach wie damals ist, etwas zu schreiben oder zu editieren. Und dann gibt es noch die Themen und Ideen, für die Wikipedia steht, wie zum Beispiel “user-generated content” oder “Zugang zu Wissen”, deren Bedeutung und Wirkungsgeschichte aber über Wikipedia hinausgeht.

“Wikipedia beginnt mit einem Versprechen: Die Wissensproduktion, die über Jahrtausende in den Händen von Eliten lag, wird radikal demokratisiert; jeder kann mitschreiben, unabhängig von Bildungsgrad oder Herkunft. Ist das Onlineprojekt die wahrgewordene Utopie? Die Dokumentation blickt ins Innenleben von Wikipedia. Zu Wort kommen vor allem sie: die „Wikipedianer“. Autor*innen aus Deutschland, Frankreich, Ghana, Südafrika, den USA und weiteren Ländern – die Menschen hinter der Fassade der Website …
Wurde das Wikipedia Versprechen eingelöst? Was ist Wikipedia 20 Jahre nach der Gründung: konservativ oder radikal? Eine Internet-Neuauflage der eurozentrischen Wissensproduktion oder ein wahrhaft globales Projekt?”

Arte, 4. Januar 2021 (via YouTube)

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