Jochen Robes über Bildung, Lernen und Trends

Auch für die E-Learning-Branche wachsen die Bäume nicht in den Himmel

Das mmb-Institut hat wieder die Ergebnisse seines jährlichen Branchenmonitors veröffentlicht. Nachdem es letztes Jahr noch hieß “E-Learning-Branche erstmals seit Jahren wieder mit zweistelligem Wachstum”, kann dieses Mal nur von einem einstelligen Wachstum berichtet werden. Die Zahlen, auch das sei erwähnt, beziehen sich auf 2019.

Es haben dieses Jahr 40 Unternehmen am Branchenmonitor teilgenommen, wie immer freiwillig, und haben Einblick in ihre Zahlen gegeben. Neben der Umsatzentwicklung informiert der Monitor über die Umsatzanteile einzelner Geschäftsfelder sowie die Zahl der MitarbeiterInnen und ihre Tätigkeitsprofile.

Und wenn ich mich abschließend selbst zitieren darf: Der E-Learning-Markt ist ein offenes, dynamisches Feld, und der Branchenmonitor eine jährliche Gratwanderung. Die Teilnahme bzw. Nicht-Teilnahme eines einzigen Anbieters reicht manchmal aus, um einen Trend loszutreten. Dieses Jahr führen SAP Training & Adoption und ComCave Group die Liste der umsatzstärksten Anbieter an. Letztes Jahr waren es noch WBS Training (dieses Jahr nicht dabei …) und SAP Education (= SAP Training & Adoption? …).
mmb Institut, mmb-Branchenmonitor „E-Learning-Wirtschaft“ 2020, 10. Dezember 2020 (pdf)

3 Responses to “Auch für die E-Learning-Branche wachsen die Bäume nicht in den Himmel”

  1. Lutz P. Michel

    Lieber Jochen, vielen Dank für Deinen Kommentar zum diesjährigen „mmb Branchenmonitor E-Learning“. Deiner Einschätzung unserer Erhebung als „Gratwanderung“ ist sicher zuzustimmen. Manche werden sich an die Rankings zur „Multimedia“-Branche erinnern, die jahrelang von T-Systems angeführt wurden. Erhebungen, die sich auf freiwillige Teilnahme der Branchenmitglieder und deren korrekte Zuordnung der Umsatzdaten stützen, sind gegen Verzerrungen nun einmal nicht gefeit.

    Was aber Deine Feststellung angeht, dass ein einziger Anbieter „einen Trend lostreten“ kann, ist Dir nicht zuzustimmen.
    Mit unserem Hochrechnungsverfahren werden “Ausreißer”-Ergebnisse, die durch einzelne Unternehmen mit sehr hohem (oder sehr niedrigem) Umsatzvolumen entstehen könnten, abgefedert, da der Umsatz solcher Unternehmen nicht in die Hochrechnung eingeht (vgl. dazu Erläuterungen im Methodenteil des mmb-Branchenmonitors).

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  2. Thomas Jenewein

    Hallo Jochen, Ja die internen Namen… bzgl. SAP: hier habe ich versucht für die SAP als ganzen zu Antworten – unser Name ist derzeit SAP Training & Adoption (ehemals SAP Education). die Zahlen beinhalten neben dem SAP Training und Lernsoftware die wir vertreiben jedoch auch die LMS Erlöse von SuccessFactors Learning.
    Besser wäre also wirklich SAP Deutschland … da es ja um die E-Learning Umsätze in Deutschland geht. Ist übrigens immer schwerer abzugrenzen, da SAP Jam (social Software) ja zum Beispiel auch für E-Learning eingesetzt wird…

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