Jochen Robes über Bildung, Lernen und Trends

Taktgeber

Eine schöne Idee! Viele Studierende, so Gabi Reinmann, Professorin für Lehren und Lernen an der Hochschule in Hamburg, tun sich derzeit noch schwerer, „das Studium und damit auch Lernprozesse so zu organisieren, dass die gestellten Leistungsanforderungen erreicht werden können. Es fehlen, so ist zu vermuten, die äußeren Taktgeber, die normalerweise durch das Sozialleben auf dem Campus zusammen mit Präsenzterminen zumindest mehr vorhanden sind als es im Moment der Fall ist.“

Deshalb überlegt man an der Universität Hamburg, „tutoriell begleitete Taktgeber“ einzuführen. Wie das aussehen könnte, wird am Beispiel Lesen vorgestellt. „LeseZeiten“, „LektüreKreise“ und „LeseCamps“ heißen die entsprechenden Formate, für die es auch schon erste Handreichungen (Text, Video) gibt.

Wie gesagt, eine charmante Idee! Aber vielleicht geht da noch mehr. Gerade weil das Lesen ja eine Tätigkeit anspricht, der man erst einmal für sich und allein nachgeht. Meine Fantasie geht da in Richtung LernTandems, die modulübergreifend gebildet werden können; oder durch TutorInnen moderierte Working Out Loud-Circles; oder regelmäßige (monatliche?) BarCamps, die an Hochschulen oder Fachbereichen angeboten werden … 
Gabi Reinmann, Hochschuldidaktik, 13. November 2020 

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