Jochen Robes über Bildung, Lernen und Trends

Marketing statt Didaktik? Globale Internetkonzerne als Weiterbildungsanbieter

Wenn ich über neue Entwicklungen auf dem Bildungsmarkt berichte, komme ich in der Regel auch auf LinkedIn und LinkedIn Learning zu sprechen. Schon heute ist LinkedIn Learning ja für viele Unternehmen, die ihre Weiterbildung um Online-Kurse erweitern wollen, eine feste Adresse. Und wenn ich an die Verbindung zwischen Profilen und Stellenangeboten einerseits (LinkedIn) und Online-Kursen andererseits (LinkedIn Learning) denke, geht da in Zukunft sicher noch mehr.

Von daher hat es mich gefreut, dass auch Anke Grotlüschen diese Verbindung gesehen und folgendermaßen eingeschätzt hat: „Ob diese Entwicklung disruptiv ist, kann derzeit kaum entschieden werden. Allerdings hat sie das Potenzial dazu, weil die Verknüpfung von Lebenslauf, Stellenmarkt und Weiterbildungsmodulen derart verkaufsträchtig ist, dass sie kaum zu verhindern sein wird – obwohl dabei grosso modo sensible Daten preisgegeben werden.“ („Erwachsenenbildung und Medienpädagogik: LinkedIn & Lynda, Xing und Google als Bildungsanbieter“)

Das Zitat habe ich einem Artikel von Angelika Gundermann entnommen, die in ihrem Beitrag noch auf weitere Aspekte der Studie von Anke Grotlüschen eingeht. Auch mit dem Hinweis, dass die Studie bereits 2018 erschienen ist und mit Blick auf die Dynamik der Veränderungen auf diesem Feld hier viel mehr geforscht und publiziert werden sollte. Allerdings!
Angelika Gundermann, wb-web, 1. Oktober 2020

Bildquelle: Mohamed Hassan (pxhere, CC0)

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