Jochen Robes über Bildung, Lernen und Trends

Hochschularchitektur der Zukunft: Bleiben die Räume traditionell, bleibt es auch die Lehre

Da wir als Corporate Learning Community ja dieses Jahr versuchen, das Motto „Lernräume gestalten“ mit Leben zu füllen, habe ich einen neugierigen Blick in das aktuelle Heft des „DUZ – Magazin für Wissenschaft und Gesellschaft“ (19 S.) geworfen. Dort geht es nämlich um eine „zukunftsorientierte Raumgestaltung“ aus Hochschulperspektive. „Der Paradigmenwechsel „from teaching to learning“ braucht auch eine räumliche Übersetzung.“ (S.5)  Lernraumentwicklung, so heißt es, ist ein strategisches Thema (S.6) Beispiele aus den Niederlanden und aus Norwegen dienen als mutmachende Vorbilder. Und hier ein kleiner Ausblick aus einem Interview mit Piet van der Zanden (Technische Universität Delft):

Aktuell arbeiten Sie mit Räumen, deren Anforderungen vor zehn Jahren definiert wurden. Was müsste heute ein Lernraum eigentlich bieten?
Es sieht momentan so aus, dass zwei wesentliche neue Anforderungen hinzukommen. Zum einen die hybriden Klassenräume. Es gibt ein paar Universitäten, die damit arbeiten, da steht der Lehrende vor seiner „echten“ Zuhörerschaft und im Hintergrund sieht er auf Monitoren seine digitale Zuhörerschaft. Die andere Anforderung wird die virtuelle Zusammenarbeit im Lernraum sein. Es wäre doch toll, wenn man einen Experten und andere Studierende für gemeinsame Projekte virtuell, aber live in den Lernraum holen könnte. Aber wie gesagt: All das kostet Zeit, vor allem weil der Mensch Zeit braucht, um sich an die Technik zu gewöhnen.“  (S.15)
Anne Prill, CHE Centrum für Hochschulentwicklung, 21. August 2020

Bildquelle: Toa Heftiba (Unsplash)   

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