Jochen Robes über Bildung, Lernen und Trends

Das Sprachlabor – Steuerung und Sabotage eines Unterrichtsmittels

Ein Fundstück im doppelten Sinne: Zum einen behandelt der Artikel ein Stück Bildungsgeschichte oder Geschichte der Bildungstechnologien, nämlich die Einführung und Nutzung der Sprachlabore in den 1960er und 70er Jahren; und zum anderen ist der Artikel bereits 2011 veröffentlicht worden, aber erst kürzlich in meinem Nachrichtenstrom aufgetaucht.

Abgesehen davon, dass ich selbst noch das Vergnügen hatte, in einem Sprachlabor zu sitzen und zu lernen: Mich haben einige Schilderungen stark an Diskussionen erinnert, die heute mit Blick auf die Möglichkeiten von Künstlicher Intelligenz, adaptiven Lernsystemen und der Personalisierung des Lernens geführt werden. Wie heißt es so schön im Artikel: „Das Sprachlabor schien höchste Effzienz bei größter Individualisierung und zu­gleich absolute Kontrolle zu garantieren.“

Aber um die Erwartungen an den Artikel auch etwas zu dämpfen: Nachgezeichnet wird in komprimierter Form die Einführung und Evaluation der Sprachlabore im Kanton Zürich. Diese Entwicklung ist eingebettet in die Bildungsreformen jener Zeit und die Versprechen des Programmierten Unterrichts. Aber diese Entwicklung beschränkte sich ja nicht nur auf Zürich.
Anne Bosche und Michael Geiss, Jahrbuch für historische Bildungsforschung, 2011 (via Academia.edu) 

Bildquelle: Deutsche Fotothek‎ (Wikimedia, CC BY-SA 3.0 DE)

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