Jochen Robes über Bildung, Lernen und Trends

Kompetenzen sichtbar machen mit Open Badges

Die HFD Community Working Group Kompetenz-Badges hat ihren Abschlussbericht vorgelegt (49 Seiten). Und die Crux des Themas liegt schon in der Beschreibung von Open Badges als „digitale Kompetenznachweise“, die immer wieder im Bericht herangezogen wird. Da heute jeder Aussteller selbst bestimmt, wofür er einen Badge herausgibt, können Badges „digitale Kompetenznachweise“ sein, sie müssen es aber nicht. Zum Beispiel, wenn der Veranstalter eines BarCamps allen TeilnehmerInnen nur für die Anwesenheit einen Badge ausstellt.

Wie auch immer: Die „Sichtbarmachung von Kompetenzen … im Kontext der vernetzten Bildung in der digitalisierten Welt“ ist zweifelsohne ein großes Thema. Deshalb hat die Arbeitsgruppe eine Reihe von Gesprächsrunden mit VertreterInnen aus Wirtschaft, Hochschule sowie der Open Badge-Community moderiert und ausgewertet. Auf Grundlage dieser Gespräche wurden im Anschluss drei Einsatzszenarien für Open Badges entworfen.

Einige Eindrücke aus den Gesprächen: Die Wirtschaft ist skeptisch. PersonalvertreterInnen sehen es pragmatisch („große Probleme mit dem Management von Zertifikaten“; wollen erkennen, „was Menschen wirklich können“). HochschulexpertInnen sind interessiert. 

„Die Arbeit in der HFD Community Working Group zu Open Badges hat einmal mehr gezeigt, dass das Thema digitale Kompetenznachweise (Micro-/Credentials) überaus komplex ist. Stakeholder aus unterschiedlichen Bereichen artikulieren sehr unterschiedliche Erwartungen und haben auch unterschiedliche Ansichten und Bedenken gegenüber der Thematik.“ (S. 34)
Ilona Buchem, Dominic Orr, Christine Brunn, Hochschulforum Digitalisierung, Arbeitspapier Nr. 48, Berlin, Oktober 2019 (pdf)

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