Jochen Robes über Bildung, Lernen und Trends

JIM-Studie 2018

Die neue JIM-Studie ist da. In der 20. Auflage, herausgegeben vom Medienpädagogischen Forschungsverbund Südwest (mpfs) und wieder mit allen wichtigen Daten und Informationen über den medialen Alltag von Jugendlichen in Deutschland. Befragt wurden 1.200 Jugendliche zwischen zwölf und 19 Jahren, ein „repräsentatives Abbild der ca. 6,4 Mio. deutschsprachigen Jugendlichen“.

Die Autoren betonen einleitend mit Blick auf die letzten 20 Jahre sowohl den Wandel wie auch die Konstanz: So hat sich einerseits das Medienangebot vervielfacht, und so wurden studiVZ und schülerVZ von WhatsApp, Instagram und Snapchat abgelöst. Andererseits haben Bücher und Radio ihren Platz in der Freizeitgestaltung Jugendlicher ohne große Abstriche bewahren können.

Die Studie enthält auch ein Kapitel „20 Jahre JIM-Studie“. Das ist mit Blick auf einige Entwicklungen schon aus historischer Sicht lesenswert, schließlich war 1998 noch die Zeit der HiFi-Anlagen. Ansonsten werden die bewährten Kennzahlen zu Medienausstattung, Freizeitaktivitäten sowie einzelnen Aspekten der Medien- und Internetnutzung hochgehalten. Hier die Ergebnisse, die die Redaktion selbst im ersten Absatz der heutigen Pressemitteilung hervorhebt:

„Der Siegeszug von Netflix und Co. bei den Jugendlichen hält an. Die Hälfte der Zwölf- bis 19-Jährigen schaut regelmäßig Sendungen, Serien und Filme bei Netflix (47 %), jeder Fünfte nutzt Amazon Prime Video (22 %). Damit hat sich der Anteil regelmäßiger Netflix-Nutzer im Vergleich zum Vorjahr fast verdoppelt (2017: 26 %). Weiterer Gewinner bei den Jugendlichen ist Spotify, erstmals verzeichnet die Musiknutzung über Spotify einen höheren Anteil regelmäßiger Nutzer als die Musiknutzung live im Radio.“

Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest (mpfs), 28. November 2018

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