Jochen Robes über Bildung, Lernen und Trends

Digitale Transformation und L&D. Ergebnisse einer Standortbestimmung und Handlungserfordernisse

Ein „Benchmarking-Bericht“, heißt es. Dafür hat das swiss competence centre for innovations in learning (scil) im Auftrag der Allianz University (AllianzU) Vertreter aus 15 Bildungsorganisationen befragt, um mehr über die zukünftigen Aufgaben von Learning & Development zu erfahren. Es sind 12 Themen, die angesprochen wurden. Sie reichen vom L&D-Leistungsportfolio bis zu den Veränderungen des Bildungsmarktes. Dabei wurden die Befragten gebeten, sowohl über den Status Quo als auch über die erwarteten Veränderungen Auskunft zu geben.

Der Bericht enthält viele interessante Hinweise und Details, auf die ich hier nicht eingehen kann. Aber die 12 Handlungsanforderungen bieten einen guten Überblick:
– Die Veränderung des Spielfelds für betriebliche Bildungsanbieter durch externe, Cloudbasierte Anbieter beobachten.
– Anpassungen bei Rolle und Auftrag der Bildungsorganisation in Richtung CoE / Broker / Ermöglicher prüfen.
– Mehr Agilität bei der Steuerung der Bildungsorganisation in Betracht ziehen.
– Orientierungsrahmen zu «digitalen» Kompetenzen nutzen und ausbuchstabieren.
– Kundenreise & Kundenerlebnis mit Blick auf digitale Touchpoints bewusst gestalten.
– Das Leistungsportfolio zur Kompetenzentwicklung ausweiten und Formate wie z.B. selbstgesteuertes Lernen oder Lernen im Prozess der Arbeit bewusst integrieren.
– Mediengestütztes Lernen – die Potenziale medialer Formen in der gesamten Breite nutzen.
– Potenziale der Digitalisierung und Automatisierung für die Leistungsprozesse von L&D prüfen.
– Neue Kompetenzprofile für Bildungsverantwortliche gezielt entwickeln.
– Verrechnungs- und Ertragsmodelle für Bildungsdienstleistungen prüfen bzw. anpassen.
– Die Wertorientierung der betrieblichen Bildungsarbeit durch Aufwandsvermeidung (Automatisierung) sowie durch wirkungsorientierte Evaluationen stärken.
– Kennzahlen zur Bildungsarbeit systematischer Nutzen, um die Leistungen von L&D darzustellen.
Christoph Meier, Daniela Bäcker und Diana Seibold, scil Arbeitsbericht Nr. 29, November 2018

Bildquelle: rawpixel (Unsplash)

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