Jochen Robes über Bildung, Lernen und Trends

Orte des Lernens. Warum ich der Ansicht bin, dass Lernplattformen eine wichtige Zukunft haben

Aus dem Forum der Corporate Learning Community auf Xing: Ralf Hilgenstock, Moodle-Experte der ersten Stunde, denkt laut nach. Im ersten Teil seines Beitrags weist er darauf hin, dass es vor allem das herrschende Lernparadigma ist, das die Beteiligten häufig daran hindert, die Möglichkeiten auszuschöpfen, die eine Lernumgebung wie Moodle bietet. Möglichkeiten, die er unter anderem mit dem Stichwort „Social Constructivism“ verbindet. Kurz: „Eine Lernplattform ist ein Werkzeug. Es gibt Menschen, die den Einsatz der Werkzeuge festlegen.“

Aber dann, im zweiten Teil, begibt er sich selbst auf den Weg und überlegt, was eine Plattform wie Moodle noch benötigt, um den heutigen Anforderungen an Bildung und Lernen gerecht zu werden: „Ich denke derzeit nach über die Frage wie denn eine Lernplattform gestaltet wird, die den obigen Entwicklungen gerechter wird und welche Funktionen in Moodle dazu zum Einsatz kommen, umfunktioniert werden müssten oder ggfs. auch noch fehlen und entwickelt werden sollten.“

Es folgt eine Aufzählung von Ideen. Mehr curatierte Inhalte, mehr Vernetzung, mehr user-generated content sind einige der Stichworte.

An der Hochschule Darmstadt nutzen wir natürlich auch Moodle. Dazu ein Kursmanagement-System für die Steuerung von Anmeldungen und Terminen. Dann noch Slack für die alltägliche Kurskommunikation. Dann Google Drive für die gemeinsame Arbeit an Dokumenten. Links führen von diesen Systemen und Seiten wieder auf YouTube und andere Quellen. Ich glaube, hier irgendwo steckt die Antwort auf die Frage nach der Zukunft von Lernplattformen.
Ralf Hilgenstock, Xing/ Corporate Learning Community, 2. November 2018

Bildquelle: Wikimedia

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2 Responses to “Orte des Lernens. Warum ich der Ansicht bin, dass Lernplattformen eine wichtige Zukunft haben”

  1. Ralf Hilgenstock

    Ich bin nicht der Meinung, dass es der Plattform Moodle an etwas fehlt. Alles, was ich in dem verlinkten Beitrag beschreibe, ist vorhanden. Doch es wird nicht/zu wenig genutzt.

    Ich erlebe es alltäglich, dass der zentrale Messenger abgeschaltet werden soll, weil alle Nutzer darüber miteinander kommunizieren können. Kommunikation soll auf die Kursteilnehmer beschränkt sein. Besonders Hochschulen tun sich hier hervor und argumentieren u.a. mit Datenschutz.

    Die Praxis der Nutzung ist weit weg von den Möglichkeiten des Tools. Z.B.
    Kurse in denen nur SCORMs abgespielt werden (Alltag bei Unternehmen).
    Kommmunikation, die nicht forciert wird. Dabei ist es jederzeit möglich auch via App vom Handy zu kommunizieren und das kann sogar erfolgen wenn man offline ist.
    Von Kollaboration und gemeinsamer Arbeit an Dokumenten ist man im Alltag weit entfernt.
    Nach Youtube muss ich nicht verlinken, weil ich das Youtube-Video überall einfach einbinden kann. (über Filter)
    Dokumente in Dropbox, Box-Net etc können leicht integriert werden. Die Anbindung an NextCloud (OwnCloud) ist gegeben und wird derzeit optimiert. Damit ist das gemeinsame zeitgleiche Arbeiten an Dokumenten möglich. Die Inhalte bleiben in der institutionellen Kontrolle. Seien wir aber ehrlich: Dies ist eine in der bisherigen Praxis äußerst seltene Anwendung. Zeitversetztes gemeinsames Arbeiten an Dokumenten in Moodle ist über das Wiki jederzeit möglich.

    Was fehlt -meine ich – ist das Aufsetzen und Betreiben der Plattformen in einer Art und Weise, die den neuen Mindset unterstützt.

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  2. Jochen Robes

    Danke für den Hinweis, Ralf. Wobei ich bei vielen Punkten selbst in einer Kurskommunikation Studierenden empfehlen würde, die Tools aus dem „richtigen Leben“ (Google Drive, Dropbox, Slack usw.) zu nutzen, weil sie mit denen arbeiten müssen, wenn sie morgen die Hochschule verlassen. Die zusätzliche Integration in Moodle ist dann ein Extra, das man sich häufig erspart. VG Jochen

    Antworten

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