Jochen Robes über Bildung, Lernen und Trends

The Myth of ‚Learning Styles‘

Man kann fast darauf wetten: Einmal im Jahr poppt das Thema auf und man versichert sich wieder gegenseitig, dass es „Lernstile“ nicht gibt. Die einen mit Nachdruck (so wie Markus Deimann und Christian Friedrich in der jüngsten Episode von „Feierabendbier“), die anderen etwas vorsichtiger (wie Elliott Masie im letzten Learning TRENDS Newsletter). Er verweist auch auf diesen Artikel, der angenehm unaufgeregt die wichtigsten Erkenntnisse zusammenfasst:

– Es gibt keine Belege dafür, dass Menschen spezielle Lernstile besitzen (wie es zum Beispiel  VARK, “Visual, Auditory, Reading, Kinesthetic“, nahelegt).
– Die Bestimmung von individuellen Lernstilen ist zudem alles andere als eine exakte Wissenschaft.
– Studien zeigen sogar, dass Lerner selbst oft dem Lernstil nicht folgen, den sie sich selbst zuschreiben.
– Und wenn sie ihrem Lernstil folgen, sind ihre Ergebnisse in der Regel nicht besser, als wenn sie es nicht täten.
– Nicht zuletzt geben oft das Thema oder die Aufgabe die Richtung der Beschäftigung vor. Bewegungsabläufe zum Beispiel versteht man am besten mit Hilfe von Bildern, unabhängig vom eigenen Lernstil.

Aber der Artikel unterstreicht auch, dass die Beschäftigung mit dem eigenen Lernstil nicht nutzlos sein muss. Denn es ist eine gute Reflexion, um den eigenen Strategien, Routinen und Fähigkeiten auf die Spur zu kommen.
Olga Khazan, The Atlantic, 11. April 2018

Bildquelle: Mohammad Metri (Unsplash)

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