Jochen Robes über Bildung, Lernen und Trends

Ausbildung 4.0: Didaktische Gestaltung der betrieblich-beruflichen Ausbildung in Zeiten der digitalen Transformation

Wie verändert die digitale Transformation den Arbeitsalltag? Welche Kompetenzen werden zukünftig benötigt, um die neuen Anforderungen zu bewältigen? Und was bedeutet das für die Gestaltung von Ausbildungsprozessen und den Einsatz digitaler Medien?

Um diese Fragen zu beantworten, gehen die Autoren im ersten Kapitel den Veränderungen im Beschäftigungssystem nach. Hier kommen Frey/ Osborne und andere Studien zu Wort. Die Diskussion der Frage, welche Kompetenzprofile im digitalen Zeitalter gefragt sind, streifen sie deutlich kürzer. Im zweiten Kapitel widmen sie sich dem Einsatz und der Relevanz von digitalen Lernmedien, zollen aber auch hier der dünnen Datenlage Tribut. Da es sich aber nur um „zuarbeitende“ Kapitel handelt, funktioniert das Drehbuch der Autoren.

Denn im Mittelpunkt steht das LERN-Modell. Es soll helfen, die – mit Blick auf die digitale Transformation – adäquaten „Handlungssituationen 4.0“ wie auch die passenden Medien bei der Entwicklung und Strukturierung von Ausbildungsprozessen auszuwählen. Medien können also aus zwei Perspektiven betrachtet werden: als Bausteine einer Handlungssituation, die auf den zukünftigen Arbeitsalltag vorbereitet, und als Instrumente zur Unterstützung von Lernprozessen. Die Heuristik der Autoren arbeitet mit vier Ebenen („SAMR-Modell“, für die Experten), aber hier verweise ich auf die Grafik und/ oder das Original.
Heinz Gerholz und Markus Dormann, bwp@, Ausgabe Nr. 32, Juni 2017, 15. Oktober 2017 (pdf)

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