Die politische, kommunikative, technische und kulturelle Dimension von Medienkompetenz ist so neu nicht. Dieter Baacke, der diesen Begriff maßgeblich prägte und in die deutschsprachige medienpädagogische Diskussion einbrachte, formulierte Medienkompetenz bereits in den 70er Jahren vor dem Hintergrund einer handlungsorientierten Sozialisationstheorie anhand der vier grundlegenden Kompetenzen

– Medienkritik (Medien analytisch, reflexiv und ethisch beurteilen)
– Medienkunde (Medien informativ und instrumentell-qualifikatorisch nutzen)
– Mediennutzung (Medien rezeptiv und interaktiv nutzen)
– Mediengestaltung (Medien konstruktiv und kreativ nutzen).

Insbesondere die Dimension der Medienkritik umfasste bei ihm bereits den Aspekt der Wahrnehmung bzw. Erkennung von Fake News als solche, auf den Inge de Waard in ”Recognising Fake news, the need for media literacy” verweist.

Gleichwohl sei an dieser Stelle betont, wie wichtig eine derart verstandene kritische Medienkompetenz gerade heute ist!