Jochen Robes über Bildung, Lernen und Trends

Digitale Bildung auf dem Weg ins Jahr 2025

Noch eine Studie zur digitalen Bildung: Im Auftrag der LEARNTEC (und zu ihrem 25. Geburtstag) wurden 68 Expertinnen und Experten aus allen Bildungsbereichen befragt. Sieben Themenbereiche des digitalen Lehrens und Lernens – von der Schule bis zur Weiterbildung – standen zur Diskussion. Die zentrale Botschaft der Studie ist eindeutig: „Die digitale Kompetenz der Lehrenden stellt in allen Bildungssektoren die größte Herausforderung für die umfassende Digitalisierung des Lernens dar.“

So weit, so klar. Ansonsten zeigt auch diese Studie, wie schwierig es noch immer ist, über, und ich formuliere es bewusst etwas breiter, „das Lehren und Lernen im Zeichen der Digitalisierung“ zu sprechen. Zum Beispiel: Wie lange macht es noch Sinn, den „Anteil des digitalen Lernstoffs“ sowie den „Digitalisierungsgrad“ in Bildung und Weiterbildung angeben zu wollen? Zu bemessen ist es ohnehin nicht (zweite Frage).

Was bedeutet eigentlich der Trend „mobile Endgeräte“ heute noch? (dritte Frage) Welche didaktischen Szenarien sind mit „informellem Lernen“ und „Microlearning“ gemeint? (fünfte Frage) Schließlich: Wie passt es zusammen, dass die Befragten „soziales und kollaboratives Lernen“ als wichtigste didaktische Innovation identifizieren und zugleich der E-Learning-Kernbranche bis 2020 ein Umsatzplus von 116 Prozent prognostizieren? Bis heute lebt die Branche vor allem von Technologien und Content. Wer mag hier Lesehilfen geben?
mmb Institut – Gesellschaft für Medien- und Kompetenzforschung mbH, Dezember 2016 (pdf)

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