Jochen Robes über Bildung, Lernen und Trends

Lernmaterial gratis und überall

Im Teaser dieses Freitag-Artikels heißt es: „Das Schulbuch stirbt aus. Sein Nachfolger heißt OER. Diese „open educational resources“ gibt es überall im Netz“. Das ist etwas irreführend, denn Autor Christian Füller legt dar, dass trotz der aktuellen politischen Förderung das Thema an vielen Stellen noch lange nicht angekommen ist. Das ist auch kein Wunder, wenn man sich z.B. die ersten Zeilen des deutschsprachigen Wikipedia-Eintrags durchliest. Die versteht kein Mensch. Auch im Artikel sind die Botschaften oft „fließend“: Sind OER Bildungsmaterialien, die offen zugänglich sind? Etwas, das man kostenlos herunterladen kann? Dann wäre auch der Freitag-Artikel OER. Oder fängt OER erst dort an, und darauf weist auch Christian Füller hin, wo die freie Verwendung, das „copy, remix and share“, erlaubt ist? Erschwerend kommt hinzu, dass diese Unterscheidung für Lernende oft unerheblich ist, solange sie auf Materialien online und kostenlos zugreifen können. Vielleicht sollte man mit Blick auf den Einstieg gleich mit der Forderung „Schafft die Schulbücher ab!“ werben. Das versteht jeder.
Christian Füller, der Freitag, 7. November 2016

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