Jochen Robes über Bildung, Lernen und Trends

Erfahrungswissen beim Mitarbeiter- oder Unternehmerwechsel transferieren

Ein kurzes Kapitel klassisches Wissensmanagement. Ein Mitarbeiter verlässt das Unternehmen, ein anderer übernimmt seine Aufgaben. Ein „professionell geführtes strukturiertes Interview mit anschließender Dokumentation“ kann helfen, die Erfahrungen, das implizite Wissen des ausscheidenden Mitarbeiters, zu erfassen. Dadurch verkürzen sich Einarbeitungen. Nebenbei wird der Blick für die internen Prozesse hinter den Kulissen geschärft. Und im günstigsten Fall entsteht noch mehr, eine Verabschiedungskultur, „deren Wertschätzung auch mithelfen kann, den kontinuierlichen Wissensaustausch im Team zu fördern.“

Ich sage hier ganz bewusst „klassisches Wissensmanagement“, weil zwar darauf hingewiesen wird, dass es eine Menge anderer Methoden gibt, „um Wissen (auch implizites) auf mehrere Köpfe zu verteilen“. Von Kollaborationsplattformen (Enterprise Social Networks), netzgestützten Communities oder Working Out Loud ist jedoch nicht einmal am Rande die Rede …
Steffen Doberstein und Klemens Keindl, Community of Knowledge, 26. Oktober 2016

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4 Responses to “Erfahrungswissen beim Mitarbeiter- oder Unternehmerwechsel transferieren”

  1. Manfred

    Ja, genau, klassisches Wissensmanagement, aber immer noch äußerst aktuell und sehr wertvoll wenn es darum geht Erfahrungs- und Wissenstransfer-Methoden bei einem Personalwechsel einzusetzen. Für alle Beteiligten. Besonders im Hinblick auf „implizites“ Wissen führt nach wie vor kein Weg an „persönlichen Dialogen“ vorbei. Auf Kollaborationsplattformen kann höchstes „explizierbares“ Wissen transferiert wird. Technologie ist gut und kann unterstützen, ist aber nicht überall hilfreich. Deshalb gibt es noch immer die klassischen Wissensmangagement-Methoden, vor allem für einen Wissenstransfer jenseits der explizierbaren Grenzen. Egal ob man dazu Wissensstafette, Knowledge Exchange, oder einen anderen Namen für diese erprobten Instrumente verwendet.

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  2. Jochen Robes

    Ja, so hatte ich es auch gemeint. Technologie kann beim Transfer von Erfahrungswissen unterstützen. Und wenn es darum geht, diesen Transfer zum festen Baustein unseres Arbeitsalltags zu machen, zur Routine, führt wahrscheinlich kein Weg an Technologie, an netzgestützten Hilfsmitteln, vorbei. Für einzelne, gezielte Interventionen gibt es dann den persönlichen Dialog.
    Gruß, JR

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  3. Doberstein

    Hallo Herr Robes,
    es stimmt, dass im Artikel „von Kollaborationsplattformen (Enterprise Social Networks), netzgestützten Communities oder Working Out Loud … nicht einmal am Rande die Rede“ ist, das war auch nicht die Zielrichtung des Artikels. Die genannten Methoden führen zum permanenten Transfer implizitem Wissens, durch deren Anwendung im (eher theoretischen) Idealfall beim Mitarbeiterwechsel keine weitere Maßnahme mehr notwendig ist. Doch wenn genau das nicht (ausreichend) erfolgt ist, bleibt einem nur eine „schnelle Einmal-Methode“. Und nur um die ging es hier.
    Der Artikel sollte ja auch kompakt sein, ohne jede weitere Möglichkeit und Variante nicht extra zu thematisieren und eventuell den nicht so im Thema drin steckenden Leser zu irritieren bzw. zu überfordern.
    Danke für Ihren Hinweis!

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