Jochen Robes über Bildung, Lernen und Trends

Digitale Hochschul-Revolution

Christian Füller sieht die Hochschulen mit der Digitalisierung an einem Scheideweg: „Auf der einen Seite das tiefe Studium und die ganzheitliche Persönlichkeitsbildung eines Wilhelm von Humboldt. … Auf der anderen Seite die kleinen Wissensportionen und die Verwertbarkeit der digitalen Universität.“

Bevor er diese Alternativen aufzeichnet, nimmt er die Leser mit auf eine Reise durch das Land und seine verschiedenen Digitalisierungsprojekte: nach Heidelberg zu Christian Spannagel, nach Marburg zu Jürgen Handke, nach Mainz zu Malte Persike, nach Potsdam zum HPI. Dann folgt ein Einspieler mit Sebastian Thrun (und, nein, er hat MOOCs nicht erfunden!). Und schließlich finden noch die Think Tanks des Hochschulforum Digitalisierung (HFD) und des Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) Erwähnung, denn es geht – das ist ein roter Faden der Story – bei der Digitalisierung immer auch um wirtschaftliche Interessen.

Was bei dieser Dramaturgie etwas untergeht: Es wird in Zukunft kein „tiefe(s) Studium und die ganzheitliche Persönlichkeitsbildung eines Wilhelm von Humboldt“ ohne Digitalisierung geben (genauso wenig wie eine analoge Präsenzuniversität). Wie sie mit der Digitalisierung aussehen, das sollte man diskutieren.
Christian Füller, DSW-Journal 3/16

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