Jochen Robes über Bildung, Lernen und Trends

„Eine Einbindung von OER in eine MOOC-Struktur wäre ideal.“

Zwei Themen nimmt das Interview mit Markus Deimann auf: Zum einen die Frage, was MOOCs im Allgemeinen und das Kursangebot der Fachhochschule Lübeck („mooin“) im Besonderen auszeichnet. Und zum anderen, warum es wichtig und sinnvoll ist, MOOCs bzw. die hier eingesetzten Kursmaterialien und entwickelten Lernergebnisse als OER, also Open Educational Resources, auszuzeichnen. Denn nur als OER können sie den freien, ungehinderten Wissensaustausch unterstützen.

„Die Vorteile sehe ich darin, dass man mit MOOCs viele Themen abdecken kann, die bisher in klassischen, akademischen Bildungsformaten an der Hochschule nicht vorkommen können. So hat man zum Beispiel die Möglichkeit, Themen wie „25 Jahre deutsche Einheit“, die gesellschaftlich bedeutend sind, zu vermitteln und diskutieren zu lassen. Das ist ein großer Vorteil und eine Öffnung gegenüber den traditionellen akademischen Kursen, wo man in geschlossenen Zirkeln Texte bespricht. Die befinden sich zwar auf einem hohen Niveau, oft fehlt ihnen aber die Andockung an gesellschaftliche Diskurse und Entwicklungen. Mit MOOCs kann man verschiedene Zielgruppen erreichen und einbinden, die vorher ausgegrenzt wurden, wie beispielsweise Senioren. MOOCs sind für alle offen, sie erfordern nur einmal eine Registrierung auf der jeweiligen Plattform, und die meisten sind kostenfrei.“
Markus Deimann, Bildung + Innovation, 1. Juni 2016

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