Jochen Robes über Bildung, Lernen und Trends

The Case for ‘Passive’ Learning – The ‘Silent’ Community of Online Learners

Es gibt in diesem Artikel viele Absätze, die ich gerne hier zitieren würde. Die Autoren der Open University haben sich zwei Module näher angeschaut, die sowohl mit Diskussionsforen (asynchron) als auch mit Web-Conferencing-Tools (synchron) arbeiten. Natürlich haben sie dabei festgestellt, dass sich in beiden Kommunikationsformen nur ein kleiner Teil der Studierenden aktiv beteiligte. Die passiven Teilnehmer, gerne auch „Lurker“ genannt, bilden deshalb ja auch gemeinhin die Herausforderung für Lehrende und Tutoren. Doch können Partizipation bzw. Engagement sich nur in sichtbaren Beiträgen ausdrücken? Sagen sie etwas über den Lernerfolg aus? Natürlich nicht. Ist die passive Beteiligung vielleicht sogar ein Stadium, das unerfahrene Lerner durchlaufen, bevor sie sich aktiver engagieren? Gibt es nicht immer wieder Phasen, in denen Lerner nicht aktiv sein wollen oder können?

Das sind einige der Fragen, die in diesem „case for ‚passive‘ learning“ behandelt werden. Eine Schlussfolgerung der Autoren betrifft deshalb den Wert des passiven Lernens, der nicht unterschätzt werden sollte:

  • „Learners ‘passively engaging‘ can safely find out information, without the risks associated with being an active forum user (i.e. fantasy and dominance)
  • It is a more ‘gentle‘ approach than active forum use for students; they may ‘passively‘ engage at first, but as they become enculturated chose to ‘actively engage‘
  • By accepting ‘passive engagement‘ as a learning strategy, institutions give control to learners and respect their decisions.“

Ein anderer Punkt betrifft die Konsequenzen, die sich für Tutoren daraus ergeben: „If three possible types of learning are considered, as identified by Conole et al. (2004) – individual-social, active-passive, information-experience – technologies should be thought about with their possible uses mapped before the decision to use them is taken. So, do we want students to work on their own or in a group, engage actively or watch and learn, be hands on or more information based? Such consideration allows learners‘ needs to be understood and met; what works best for them, and what technology can be used to aid their understanding and progression.“
Donna Smith und Katy Smith, European Journal of Open, Distance and E-Learning (EURODL), Dezember 2014

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