Jochen Robes über Bildung, Lernen und Trends

Open Educational Resources – OER: Geschichte und Einordnung der deutschen Debatte seit Herbst 2011

Die Diskussion um Open Educational Resources (OER) hat ja in den letzten Jahren hierzulande etwas Fahrt aufgenommen. Torsten Larbig, der sich schon länger aktiv in der OER-Debatte engagiert, nimmt sich hier Zeit und Raum, die Entwicklung nachzuerzählen und einzuordnen. Sein Fazit ist durchaus positiv, wenn er auch gerade auf didaktischer und methodischer Ebene noch großes Potenzial sieht. Denn noch hat aus seiner Sicht das Thema die Lernenden nicht erreicht …

„Was in der Debatte meiner Wahrnehmung nach eine größere Rolle spielen könnte ist die Frage nach den Konsequenzen, die der Offenheitsgedanke für die Weiterentwicklung des individuellen Lernens und auch der Durchlässigkeit in Bezug auf formale Abschlüsse an deutschen Schulen haben kann. – Hier gilt es, sowohl in der Theorie als auch in der Praxis von Didaktik und Methodik noch einmal genau hinzuschauen: Geht es nur um freies Bildungsmaterial (OER) als Material oder auch um die Entwicklung eigener, individuell ausgerichteter Lernumgebungen (Personal Learning Environment PLE), eigener Lernnetzwerke (Personal Learning Network PLN)? Dafür sollten frei lizensierte, plattformunabhänige Möglichkeiten viel stärker in Lehr-Lernprozesse integriert werden und im Rahmen der Entwicklung von OER zu diesen als Teil der Infrastruktur hinzu gezählt werden.“
Torsten Larbig, herrlarbig.de, 13. August 2013

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