Jochen Robes über Bildung, Lernen und Trends

Informelles Lernen in der Arbeitswelt

denk-doch-mal_201308.jpgDenk-doch-mal ist ein gewerkschaftsnahes Online-Magazin, das sich mit den Themenfeldern Arbeit-Bildung-Gesellschaft beschäftigt. Schwerpunkt der vorliegenden Ausgabe bildet das Informelle Lernen. Einleitend weist Peter Dehnbostel (Deutsche Universität für Weiterbildung, DUW) auf die wachsende Bedeutung arbeitsintegrierter Lernkonzepte hin, aber auch auf die Schwierigkeit der Anerkennung informell erworbener Kompetenzen. Matthias Rohs (TU Kaiserslautern) liefert einen Überblick über Thema und Begriff. Empfehlenswert sind aus meiner Sicht die Absätze, in denen er auf die Schnittstellen des formellen und informellen Lernens auf der Ebene der Lernprozesse, der Organisation und des Bildungssystems eingeht. Projektberichte aus der Textil- und Automobilindustrie liefern Einblicke in Umsetzungen und Erfahrungen vor Ort.

Mein Fazit: Informelles Lernen bedeutet hier vor allem, den Blick für arbeitsplatznahe oder arbeitsintegrierte Lernprozesse zu öffnen. Auch das informelle Lernen wird in der Regel strukturiert und organisiert und ist Teil des betrieblichen Bildungsmanagements. Die Möglichkeiten, sich mit Hilfe moderner, netzgestützter Technologien selbständig zu informieren, auszutauschen und weiterzubilden, spielen nur eine untergeordnete Rolle. Ebenso der Erwerb entsprechender Kompetenzen von Mitarbeitern wie Bildungsexperten. Was sicher auch am Kontext des Magazins (Autoren und Branchen) liegen mag.
Denk-doch-mal, 03-13

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