Jochen Robes über Bildung, Lernen und Trends

Lernen 2.0 – Zukunftsperspektiven des E-Learnings

Den Einstieg in diesen Artikel kann man sicher unterschreiben: „Social Media haben in der Ausbildung und der Personalentwicklung noch nicht richtig Fuß gefasst.“ Daniel Stoller-Schai, in der Schweiz gerade von der UBS zur LerNetzAG gewechselt, beschreibt deshalb ausführlich, wie der Übergang von E-Learning zu Lernen 2.0 aussehen könnte. Er bietet uns drei Schritte an:

  • Im ersten Schritt („Woher kommen wir?“) zeichnet er vier Entwicklungslinien nach: E-Learning als Modul (asynchrones E-Learning), E-Learning und Wissensmanagement, E-Learning als Ereignis (synchrones E-Learning) und E-Learning als Beziehung (social learning).
  • Im zweiten Schritt („Wo stehen wir?“) geht es um die aktuelle Übergangsphase, die sich aus seiner Sicht vor allem durch ein starres Gegenüber von E-Learning und Social Media, mangelnde Erfahrungen des Lehrpersonals sowie, folgerichtig, fehlende innovative Lehr-/Lernkonzepte auszeichnet.
  • Im dritten Schritt („Wohin gehen wir?“) werden die Trends beschrieben, die das Lernen 2.0 ausmachen: Auf strategischer Ebene sind das „Lernen als Dienstleistung“ sowie „Lernen im Prozess der Arbeit“; auf methodischer Ebene eine längere Reihe didaktischer Wegmarken – von Blended Learning bis Lernen durch Events; und auf technologischer Ebene finden wir Cloud Learning, Augmented Reality und Mobiles Lernen.

Lesenswert sind diese Ausführungen, weil sich Daniel Stoller-Schai nicht an gerne benutzten Einteilungen (z.B. formell und informell) und Schlagworten (z.B. „social“, „open“, MOOCs) orientiert, sondern versucht, das Lernen 2.0 neu zu sortieren. Das führt zu interessanten Ergebnissen, wie z.B. die Aufzählung von Trends auf methodischer Ebene. Aber bei allem 2.0 mahnt er natürlich abschließend, auch „konkrete, manuelle Lernerfahrungen anzubieten, die alle Sinne ansprechen, damit die »Bodenhaftung« nicht verloren geht“.
Daniel Stoller-Schai, in: Hohenstein, Andreas/Wilbers, Karl (Hrsg.): Handbuch E-Learning, Deutscher Wirtschaftsdienst (Wolters Kluwer Deutschland), Köln, 46. Erg.-Lfg., April 2013 (via scribd)

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