Jochen Robes über Bildung, Lernen und Trends

MOOC reflections

Fast wöchentlich werden derzeit neue Offene Online-Kurse bzw. Massive Open Online Courses (MOOC) angekündigt oder eröffnet. Zuletzt haben Organisationen wie Stanford, MIT und einige Startups das Spielfeld betreten. Das provoziert (mindestens) zwei Fragen: Fallen all diese Kurse in dieselbe Kategorie? Und, etwas breiter: Welche Voraussetzungen müssen die Teilnehmer eines MOOCs mitbringen?

Clark Quinn streift beide Fragen. Er unterscheidet zwischen Stanford („rigorous curriculum of content and assessments“) und „connectivist“ MOOCs („highly social“). Was ihn aber noch mehr umtreibt, ist die Beobachtung, dass vor allem MOOCs einen bestimmten Typ von Lerner anzusprechen scheinen, der wiederum bestimmte Skills und Kompetenzen mitbringt, nämlich „effective self-learning skills“. Nicht Connectivism kommt ihm deshalb in den Sinn, sondern das bewährte Modell der „Cognitive Apprenticeship“.

Tony Bates jedenfalls stimmt ihm zu (hier). Auch er beobachtet, „only the fittest or the most determined survive“. Stephen Downes dagegen erinnert daran, dass MOOCs eine völlig neue Lernpraxis darstellen und Vergleiche mit vergangenen Ansätzen und Erfahrungen schnell hinken. Und zur Frage der Skills und der Motivation der Teilnehmer von MOOCs weist er auf einen schlichten, aber wichtigen Punkt hin: „One big difference between a MOOC and a traditional course is that a MOOC is completely voluntary. You decide that you want to participate, you decide how to participate, then you participate. If you’re not motivated, then you’re not in the MOOC.“  Seine Antwort enthält weitere wichtige Denkanstöße (hier).
Clark Quinn, Learnlets, 29. Februar 2012 

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