Jochen Robes über Bildung, Lernen und Trends

Tintenkiller: Warum die digitalen Netz-Medien die Schule von Grund auf verändern werden

Ich werde in diesem Blog auch weiterhin einen Bogen um die Schule machen, aber natürlich gibt es unübersehbare Parallelen zwischen Klassenzimmer und Seminarraum, zwischen Lehrer und Trainer und natürlich gilt für beide Welten die Frage, wie hier die Möglichkeiten der “digitalen Netz-Medien” genutzt werden. Nicht zuletzt deswegen ist der TAZ-Artikel von Martin Lindner lesenswert. Martin spannt hier einen schönen Bogen von der Schulzeit seines Großvaters bis zum “digitalen Klimawandel” und schließt mit der Überlegung, dass es eigentlich nur 450 Euro je Schüler braucht (für Tablet-PC, Smartphone, digitalen Stift, eBook-Reader), um in der Gegenwart anzukommen. Hier mein “Lieblingsabsatz”:

“Friedman stellt eine Sekretärin und alleinerziehende Mutter vor, die es schaffte, immer dann in ein neues berufliches Feld zu springen, wenn ihr alter Job wegrationalisiert wurde. Ihre Erfahrungen verallgemeinert er zur Maxime für lebenslange LernerInnen. Frei übersetzt: „Sei immer ExpertIn für drei Felder. Das erste Feld ist das, was jetzt gerade dein Brot-und-Butter-Geschäft ist. Dazu musst du immer ein zweites Kompetenzfeld entwickeln, das mit dem ersten verwandt ist, so dass du leicht wechseln kannst, wenn es nötig wird. Dann sollte es noch ein drittes Feld geben: Etwas ganz Anderes, ein entfernteres Ziel, dass du bereits jetzt ansteuerst. Und sei dir zugleich klar, dass sich diese drei Felder alle paar Jahre ändern werden.”
Martin Lindner, Schule in der Wolke, 7. Dezember 2011
(siehe auch unter: Martin Lindner, Das Buch verdunstet in die Wolke, TAZ, 7. Dezember 2011)

2 Responses to “Tintenkiller: Warum die digitalen Netz-Medien die Schule von Grund auf verändern werden”

  1. Wie lernt man in der Wolke? | Herbert Hertramph

    […] Unter dem Titel “Das Buch verdunstet in der Wolke” ist gerade ein Artikel [1] erschienen, der sich mit dem Thema beschäftigt, wie “aus starren Textblöcken flüssiger Wissensstoff” entsteht. Der Literaturwissenschaftler Martin Lindner geht dabei der Frage nach, wie eine “stofffixierte Schule” eigentlich auf die digitalen Veränderungen reagieren müsste. Das Thema ist nicht neu – neu ist aber die Systematik der Diskussion: Lindner hat eigens für die Auseinandersetzung mit dem Thema einen Blog – Schule in der Wolke –  ins Netz gestellt, der die im Artikel enthaltenen Fragen aufgreift. Einfach mal reinschauen … [via Weiterbildungsblog] […]

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  2. Mark

    Hallo,
    “450 Euro je Schüler braucht (für Tablet-PC, Smartphone, digitalen Stift, eBook-Reader)”
    450 Euro halte ich für etwas untertrieben.

    – Tablet ~ 400
    – Smartphone ~ 200 [Wozu das ein Schüler benötigt ist mir unklar]
    – eBook Reader ~ 99

    Da sind wir schon bei 700 Euro.

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