Jochen Robes über Bildung, Lernen und Trends

Wissensmanagement und Enterprise 2.0

Rechtzeitig zum jährlichen Wissensmanagement-Herbst hat auch die Gesellschaft für Wissensmanagement (GfWM) einen Hut in den Ring geworfen, konkret: ein Positionspapier. Es geht um „Enterprise 2.0“, jenen Begriff, den Andrew McAfee 2006 zum ersten Mal formulierte und mit dessen Hilfe seitdem die Annäherungsversuche von Unternehmen an die neue Wirklichkeit gerne beschrieben werden. Im Mittelpunkt des GfWM-Papieres steht eine Definition, die unterstreichen soll, dass Enterprise 2.0 mehr als die Einführung neuer Technologien bedeutet: „Ein Enterprise 2.0 ist eine Lernende Organisation, die ihre Ziele durch lernförderliche Handlungsmuster und den Einsatz von sozialen Medien (en.: social media) erreicht. …“

Es folgen Anmerkungen zur noch jungen Geschichte des Ansatzes, einige Fallbeispiele aus Unternehmen und immer wieder Hinweise, dass sich Enterprise 2.0 vor allem „durch eine neue Art der Organisationskultur und damit verbunden einer neuen Art von Führung“ auszeichnet. Als Aktionsfelder auf dem Weg zur Enterprise 2.0 werden – neben den Sozialen Medien selbst – entsprechend die Führungs- und Unternehmenskultur sowie Organisationales Lernen hervorgehoben. So weit, so gut. Doch irgendwann wird sicher auch die Frage gestellt werden, woran ich denn ein Enterprise 2.0 erkenne. Was sind die Indikatoren? Reicht es, auf die Existenz bestimmter Instrumente, Tools und Methoden zu verweisen? Wie messe ich Vernetzung? Aber die Diskussion beginnt ja gerade erst …
Gesellschaft für Wissensmanagement e.V. (Hrsg.), Version 1.1, abgerufen am 6. September 2011

Disclaimer: Ich bin Mitglied des Beirats der GfWM, war aber an der Entstehung dieses Positionspapiers nicht beteiligt.

2 Responses to “Wissensmanagement und Enterprise 2.0”

  1. Andreas Brumby

    Hallo Herr Robes,

    Danke dass Sie auf dieses Papier „unserer“ GFWM aufmerksam gemacht haben -klingt gut.
    Wissen Sie zufälligt welches Tool ABB für Wikis und blogs nimmt? Tools sind zwar nicht das wichtigtse, aber mit schlechten tools tut man sich schwerer.

    Antworten

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