Jochen Robes über Bildung, Lernen und Trends

JIM-Studie 2010

Wer sich nicht mit Schlagworten wie „net generation“ oder „digital natives“ zufrieden geben, sondern seine Beobachtungen auf solides Datenmaterial stützen will, kommt hierzulande an der JIM-Studie des Medienpädagogischen Forschungsverbundes Südwest (mpfs) nicht vorbei. Im dreizehnten Jahr wird nun über das Medienverhalten der Jugendlichen berichtet, keine leichte Aufgabe, wenn man nur bedenkt, wie unscharf heute der Medienbegriff ist und wie schwer die einzelnen Medien voneinander zu trennen sind (Stichwort „Medienkonvergenz“).

In der Pressemitteilung heißt es: „Jugendliche verbringen aktuell 138 Minuten pro Tag im Internet, überwiegend nutzen sie diese Zeit zur Kommunikation – meist in Communities und mit Instant Messenger.“ Das Zeitbudget fürs Fernsehen wird im Klappentext nicht explizit erwähnt, aber – nach einem Blick in die Studie – auf „etwa 2 Stunden am Tag“ beziffert. Ansonsten scheint der Umgang mit dem Internet bewusster geworden zu sein, ist doch z.B. „die Bereitschaft persönliche Daten im Internet zu verbreiten gegenüber dem Vorjahr rückläufig“.

Und welche Rolle spielen Social Media? Hier heißt es: „Wie schon im Vorjahr gezeigt, stoßen die meisten Web 2.0-Anwendungen auch 2010 bei den Jugendlichen auf wenig Interesse. Das Veröffentlichen eigener Inhalte beschränkt sich bei den Jugendlichen in der Regel auf die Darstellungen in den Social Communities.“

Für die repräsentative Studie wurden im Frühsommer des Jahres 1.208 Jugendliche telefonisch befragt. Die Untersuchung bildet das Medienverhalten der 12- bis 19-Jährigen in Deutschland ab.
Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest (mpfs), 26. November 2010

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