Jochen Robes über Bildung, Lernen und Trends

Veränderungsprozesse im Bildungsmanagement gestalten

Ein komplexes Thema. Man hat sich ja fast schon daran gewöhnt, dass jedes Projekt heute auch das Label „Change Management“ trägt. Die damit einhergehende „Change-Müdigkeit“ wiederum erhöht den Druck auf alle, die wirklich etwas verändern wollen. Der vorliegende scil-Arbeitsbericht aus St. Gallen stellt sich diesem Problem. Die zentrale Frage: „Wie können Bildungsverantwortliche Veränderungsprozesse in Unternehmen professionell gestalten und begleiten?“

In einem einleitenden Kapitel wird die Relevanz des Themas für das Bildungsmanagement erläutert und ein „prozessorientiertes Gestaltungsmodell für Veränderungsprozesse“ vorgestellt. Dann folgen zwei Fallstudien (OTTO, Eidgenössisches Department für auswärtige Angelegenheiten), die unterstreichen, dass Veränderungsprozesse immer auch Lernprozesse sind. Und damit, das ist die eine Botschaft dieses Arbeitsberichts, eigentlich ein selbstverständliches Spielfeld für Bildungsmanager. Ein Spielfeld allerdings, das ganz andere Anforderungen als die Entwicklung oder Durchführung eines Seminars oder WBTs stellt. Wenn Bildungsmanager als „change agents“ dieses Thema annehmen, das ist die zweite Botschaft, würden sie auch ihrem Ziel, häufiger auf strategischer Ebene wirksam zu werden, ein Stück näher kommen.
Tanja Fandel-Meyer und Sabine Seufert (Hrsg.), scil Arbeitsbericht 22, Juni 2010

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