Jochen Robes über Bildung, Lernen und Trends

EDUPUNK or, on becoming a useful idiot

EDUPUNK. Do-It-Yourself. Ich muss zugeben, dass die Begriffe zwar bei mir angekommen sind und ich inzwischen Namen und Artikel mit ihnen verbinde, aber so richtig einordnen kann ich die Sache noch nicht. Sind es nur Schlagworte, die von einer kleinen Community am Leben gehalten werden? Oder steht dahinter ein Konzept, das den notwendigen Wandel des Bildungssystems auf den Punkt bringt? Der vorliegende Artikel ist von Jim Groom, dem Schöpfer von EduPunk. Er bringt mir zwar noch keine Antworten auf die genannten Fragen, aber einige Hinweise auf weitere Artikel und Mitspieler wie z.B. Anya Kamenetz.

„One night in 2008 at a Brooklyn bar, a drunk Jim Groom coined a term that has changed the way the world looks at education.
The word is EduPunk and it sums up the need for educational reform — reform that, to some extent, has already begun.“

(„EduPunks Say School Yourself!“)
Jim Groom, bavatuesdays, 10. Juni 2010

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3 Responses to “EDUPUNK or, on becoming a useful idiot”

  1. Andreas Auwaerter

    Hallo Jochen,
    nun, bevor man Strategie oder Konzept vermutet, wäre es vielleicht sinnvoll edupunk schlicht als einen Ausdruck zur Kenntnis zu nehmen. Einen Ausdruck in dem Sinne, dass in ihm Emfindungen zum Ausdruck kommen, mit denen man sich und sein eigenes Handeln zu identifizieren. Von daher ist es mehr als buzzwords, jedoch möglicherweise abseits jegwelcher wirklicher Strategie. Andere ähnlich gelagerte Begriffe entstanden als #eduhacker oder #eduhackr, #edupirate etc. Es wäre analytisch sicherlich höchstspannend einmal die Community zu erfragen, inwiefern solche Begriffe, die auftauchen, beide Funktionen einnehmen: Identifikationsbegriff (Möglichkeit der Idenditifaktion des eigenen Handelns unter ein suggeriertes großes Ganzes) und Reflektionsbegriff (im Sinne von Bewusstwerden der Wirkung des eigenen Handelns weg vom Einzelblogger zur Wahrnehmung eines Communitybloggers. In dem Sinn sind die begriffe auch funktional, aus der Perspektive der Community.

    Soweit meine 2 cent.

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  2. Jochen Robes

    Danke für die Lesehilfe, Andreas. So in die Richtung denke ich auch. Die Frage ist halt immer, ob man sich solche Begriffe und Strömungen in einem solch diffusen Stadium schon aktiv zu eigen macht …
    Gruß, Jochen

    Antworten
  3. Andreas Auwaerter

    … zu eigen macht … hängt halt von der eigenen identifikation ab. Wenn man sich selbst als digitaler underdog mehr gegen Adminisstrativa kämpfend aber das empfunden gute Potential (für zum Beispiel die eigenen Schülerinnen und Schüler) empfindet kann man sich durchaus mit einem Hauch der Begriffe identifizieren.

    Übrigens interessant in diesem Kontext: Oberwien: http://www.globaleslernen.de/coremedia/generator/ewik/de/Downloads/Grundlagentexte/Overwien_2C_20lernendes_20Subjekt.pdf

    Hier eine gedankliche Brücke von der Befreiungspädagogik zum informellen Lernen.

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