Jochen Robes über Bildung, Lernen und Trends

Insidious pedagogy: How course management systems affect teaching

Ich bin etwas spät dran mit diesem Link, aber ich verliere First Monday, „one of the first openly accessible, peer-reviewed journals on the Internet“, immer wieder mal aus dem Blick. Was schade ist: In diesem Beitrag wird daran erinnert, dass die Technologien, die wir täglich nutzen, nie neutral sind, dass sie in der Regel eine bestimmte Art der Nutzung nahelegen. Das gilt auch für Learning bzw. Course Management Systeme wie Blackboard und Moodle, die zwar mit jedem neuen Release immer mehr Features integrieren und heute (fast) jedes didaktische Szenario unterstützen, aber in der Praxis doch nur sehr eingeschränkt genutzt werden. Wie sie genutzt werden, ist durch ihr Design vorherbestimmt. Und das ist vor allem für technisch unerfahrene Nutzer fatal, denn: „novices are inclined to utilize only the aspects they understand from a non-Web context“.

Zwei Lösungshinweise gibt die Autorin: „One solution to the CMS pedagogy trap is to support novice online instructors differently than advanced instructors. With Web novices, pedagogy must be emphasized before features and tools. … Choice of CMS is also a major factor.“ Wobei sie zwischen Opt-Out (z.B. Blackboard) und Opt-In- (z.B. Moodle)-Systemen unterscheidet – mit klarer Wertung: „In an Opt-In environment, the instructor makes choices about context on a macro level, and choices about features and tools on a micro level. This makes it possible to explore pedagogical options more freely.“
Lisa M. Lane , First Monday, Vol. 14, Number 10, 5. Oktober 2009

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