Jochen Robes über Bildung, Lernen und Trends

E-Kompetenz 3.0 | Ein Blick zurück

Den „Blick zurück“ hat Mandy Schiefner schon vor einigen Tagen geworfen, aber ich bin erst jetzt dazu gekommen, ihre ausführliche Tagungszusammenfassung zu lesen („E-Kompetenz 3.0 – Neue Herausforderungen für Hochschuldidaktik und Erwachsenenbildung“ an der Pädagogischen Hochschule Zentralschweiz Luzern). Vorneweg: Das Geheimnis hinter dem „3.0“ kann oder will sie auch nicht lüften. Hier muss man vielleicht doch einen Blick in die Präsentationen des Tages werfen, auf die sie dankenswerter Weise verlinkt. Ihre interessanten Hinweise auf David Krieger und die „Akteur-Netzwerk“-Theorie sowie Daniel Stoller-Schai und seine Revue der Unterrichtsmedien und -technologien (Slides) legen nahe, diesen Schritt bei Gelegenheit zu tun.
Mandy Schiefner, HEAD.Z Blog, 9. Oktober 2009

3 Responses to “E-Kompetenz 3.0 | Ein Blick zurück”

  1. Mandy Schienfer

    Lieber Jochen
    Die Frage nach dem 3.0 ist wirklich eine spannende, die im Rahmen der Tagung auch nicht genau beantwortet wurde. Einzig der Beitrag von David Krieger postulierte durch die Akteur-Netzwerk-Theorie eine Wende, die man vielleicht auch mit 3.0 bezeichnen kann. Im Rahmen des Postings schrieb ich daher:
    „Und diese Theorie (gemeint ist die Akteur-Netzwerk-Theorie) markiert nach Krieger die Wende zum 3.0: Mit der ANT wird der Dualismus zwischen Natur und Kultur, zwischen Virtualität und Realität aufgebrochen und existiert auch nicht mehr. Man kommt von der bisher eher vorherrschenden Systemtheorie hin zu einer wirklichen Netzwerktheorie.“
    Doch dies sagt noch nichts über Kompetenzen aus. Krieger stellte ja dann auch das Kompetenzraster auf, das sich aus den Anforderungen der ANT ergibt. Im Grossen und Ganzen bleibt es aber das 3.0 immer noch nebulös, weswegen ich mich auf Hinweise von Dir und Deinen Lesern besonders freue 😉
    Liebe Grüsse
    Mandy

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  2. Jochen Robes

    Liebe Mandy, danke für Dein Nachfragen! Ich habe natürlich (auch) keine Antwort auf das „3.0“, aber vielleicht ist das eine gute Gelegenheit, ein paar Punkte festzuhalten, die mir in den Sinn kommen, wenn ich heute dem Thema „Medienkompetenz“ begegne:

    a) da ist zum einen der immer stärker werdende Wunsch, einige historische Entwicklungslinien einmal nachzuzeichnen, mindestens die der letzten 30 Jahre, vielleicht ausgehend von den ersten Schriften Baackes; dazu gehört auch, einige Begriffsgeschichten (Informations-, Medien-, digitale K., dann die entsprechenden „literacy“-Varianten) einmal nebeneinander zu halten;
    b) dann ist es für mich jedes Mal eine Überraschung, was mit Medienkompetenz verbunden wird bzw. mit welchen Themen und Teilkompetenzen es gefüllt wird: wenn man nur z.B. die Stichworte des aktuellen BMBF-Papiers, die „11 Kernkompetenzen der Medienpartizipation“ von Henry Jenkins, die Gliederung von Daniel Stoller-Schai vergleicht (die letzten Referenzen meines Archivs …).
    c) dann ist die Beschreibung dessen, was Medienkompetenz ausmacht, immer mit bestimmten Werten und Normen (des Beschreibenden) verbunden, hat eine emanzipatorische und eine bewahrpädagogische Seite (der Wikipedia-Artikel deutet diese Entwicklungen an); diese Perspektive fehlt mir in vielen Artikeln.

    Und jetzt kommen noch die Hinweise von Dir bzw. David Krieger dazu 😉 Ich habe mir jedenfalls fest vorgenommen, mich in nächster Zeit näher mit dem Thema zu beschäftigen; mal sehen, ob ich es wenigstens bis zum „2.0“ schaffe.
    Liebe Grüße, Jochen

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  3. Mandy Schiefner

    Lieber Jochen
    Das klingt spannend, trifft es doch genau mein Diss-Thema 😉 Für einen Austausch zu diesem Themenstrang bin ich immer sehr gerne zu haben

    Liebe Grüsse
    Mandy

    Antworten

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