Jochen Robes über Bildung, Lernen und Trends

Die „Mitmach-Karte“ in Sachen „Medien + Bildung“

Michael Kerres hat eine Landkarte erstellt, die die wichtigsten E-Learning-Akteure an deutschen Hochschulen zeigt (darauf bezieht sich auch der Titel des Artikels). Er hat im gleichen Atemzug auch „acht Thesen zum Status des eLearning an Hochschulen“ formuliert. Sie unterstreichen, und das war sicher auch ein Anliegen von Michael Kerres, dass E-Learning heute Hochschulalltag ist, ein Alltag, der weit über Content, Lernprogramme und Lernplattformen hinausgeht. So heißt es z.B. in der 2. These: „ELearning bezieht sich immer seltener auf komplexe, aufwändig erzeugte Contents, sondern auf Lernumgebungen, in denen Informationen und Materialien eingestellt werden und soziale Interaktionen stattfinden.“

Weitere Stichworte der Thesen sind Vorlesungsaufzeichnungen, Communities, Medienkompetenzen und Supportleistungen. Das Stichwort „Persönliche Lernumgebung“ fällt nicht explizit. Vermisst habe ich beim ersten Lesen aber einen anderen Punkt: E-Learning, so weit gefasst wie Michael Kerres es vorschlägt, könnte für Hochschulen eine Chance darstellen, sich anderen gesellschaftlichen Gruppen zu öffnen. „Open Educational Resources“ und „Open Access“ wären Stichworte, die in diese Richtung weisen – oder vielleicht eine neunte These.
Michael Kerres, CHECKPOINT eLearning, 12. Oktober 2009 

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