Jochen Robes über Bildung, Lernen und Trends

Are Knowledge Workers the New „Blue Collar“ Workers?

Wir sind in der Wissensgesellschaft angekommen. Als Schreiber/ Leser von Blogs ist uns die Rolle des Wissensarbeiters sicher sympathisch. Wobei wir als Wissensarbeiter eher wissen, was wir nicht tun, nämlich in irgendeiner Form materielle Dinge bearbeiten oder produzieren. Was wir tun, ist weit weniger klar und eindeutig, weshalb sich die Definitionen von Wissensarbeit immer gerne auf den kleinsten gemeinsamen Nenner zubewegen: Es kommen irgendwie Informationen rein und es gehen Informationen raus. Was vielleicht ein gutes Indiz dafür ist, dass sich das Nachdenken über Wissensarbeit lohnt.

Zum Beispiel die Frage, die Michele Martin in diesem Beitrag anspricht: Sind nicht viele Formen der Wissensarbeit heute nichts anderes als Routinetätigkeiten, eingebunden in Prozesse, Regeln und Policies, immer mit der Gefahr verbunden, entweder durch Software ersetzt oder outgesourct zu werden? Während die Zahl derer, die wirklich kreativ und innovativ sein dürfen, eher abnimmt? Folgende Überlegungen knüpft Michelle Martin an diese Beobachtung:
– Wen meinen wir eigentlich, wenn wir von „Wissensarbeitern“ sprechen?
– Bedeutet die Tatsache, dass das Konzept des Wissensarbeiters in Unternehmen so wenig Aufmerksamkeit findet, vielleicht, dass es dort viel spannender (= wichtiger, gewinnbringender) ist, sich mit dem Management der eben genannten Routinetätigkeiten auseinanderzusetzen?
– Übernehmen Technologien nicht immer mehr Anteile wissensbasierter Arbeitsprozesse, wie z.B. das Recherchieren, Filtern und Bewerten?
– Und schließlich: was bedeutet das alles für die Weiterbildung?
Michele Martin, The Bamboo Project, 8. Juli 2009

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