Jochen Robes über Bildung, Lernen und Trends

One Laptop Per Child: Vision vs. Reality

In der Diskussion zwischen Joachim Wedekind und Richard Heinen, auf die ich gestern hingewiesen hatte, ging es nicht um die Frage, ob das OLPC-Projekt, gemessen an seinen ursprünglichen Zielen, ein Erfolg oder Misserfolg ist. Der vorliegende Artikel stellt jedoch genau diese Frage ins Zentrum und versucht eine Antwort. Die Autoren stehen auf dem Standpunkt, dass das Projekt aus heutiger Sicht ein Fehlschlag ist. Zum einen hatte man schlicht die sozialen und kulturellen Rahmenbedingungen eines Innovationsprojekts dieser Größenordnung unterschätzt. Und zum anderen hatte man nicht mit der Reaktion der IT-Industrie gerechnet (bzw. rechnen können), die zuerst ihre Marktanteile davon schwimmen sah, bevor man mit der rasanten Entwicklung der Netbooks entgegensteuerte. Der Artikel hinterlässt irgendwie den Eindruck, als ob ein Projekt wie OLPC, ein globales Bildungsprojekt, gar nicht funktionieren kann – und setzt damit zugleich hinter die Vision ein Fragezeichen. Von daher kann ich nur empfehlen, auch den Kommentar von Edward Cherlin zum Artikel zu lesen.
Kenneth L. Kraemer, Jason Dedrick und Prakul Sharma, Communications of the ACM, Vol. 52, No. 6, Pages 66-73

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