Jochen Robes über Bildung, Lernen und Trends

Konnektivismus & OLPC

Anja C. Wagner hat im letzten Semester an der FHTW Berlin den Online-Kurs „Connectivism and Connective Learning“ von George Siemens und Stephen Downes zum Gegenstand des Masterstudiengang-Kurses Didactics of Media gemacht. Sie und die Studierenden trieb die Frage, „inwiefern die OLPC-Initiative als angewandte, medienpolitische Form des Konnektivismus betrachtet werden kann“. Das Kursdesign – an einem globalen Kurs teilnehmen, sich mit dem OLPC beschäftigen, einen Wikipedia-Artikel schreiben – liest sich sehr spannend; allerdings lässt der kritische Erfahrungsbericht auch Fragen zurück: Denn OLPC wird hier nicht als Projekt mit seinen unzähligen Facetten, sondern vor allem als Technologie vorgestellt; und der Konnektivismus erscheint als bunte Mischung aus Lehrsätzen und Appellen. Aber ich denke, das ist noch ein Grundproblem dieses Ansatzes, mit dem ich auch an anderen Stellen zu kämpfen habe.

Fazit: Viel Kleingärnterarbeit ist bereits erfolgt im OLPC-Universum, aber noch wenig vernetzte Anbindung der Schulen untereinander. Nicht als kolonialistische Gutmenschen-Arbeit, sondern als tatsächliche Macht der sozial Schwachen. Hier besteht noch viel Forschungs- und v.a. konkrete Aktivistenarbeit.“
Anja C. Wagner, eduFutureBlog 2.0, 19. Februar 2009 

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