Jochen Robes über Bildung, Lernen und Trends

One Laptop per Child: Refocusing on our mission

Als Nicholas Negroponte 2005 seine Idee vortug, waren alle begeistert: „To provide children around the world with new opportunities to explore, experiment and express themselves.“ Ende 2007 war der XO-1, der „100-Dollar-Laptop“, da, und alle waren ganz wild darauf, einmal eines dieser grünen, knuddeligen Notebooks in den Händen zu halten. Heute, Anfang 2009, ist es schwer, jemanden zu finden, der noch richtig begeistert über das Projekt schreibt. Benjamin Cohen faßt einige Vorbehalte in seinem Seminarbericht zusammen. „Technologischer Determinismus“ ist einer der Kritikpunkte: „How could the same laptop have the same meaning and value in, say, Nigeria and Indonesia, Papua New Guinea and Alabama, Malawi and Mongolia?“ Bei dieser Gelegenheit: Auch die Deutsche Bank Research (!) kommentierte jüngst das Projekt, spricht von einem „wichtigen Beitrag“, um die Bildungschancen von Kindern in wirtschaftlich unterentwickelten Ländern zu verbessern, und fordert auf, hierfür noch mehr zu tun (wen, frage ich mich allerdings!?).

Und was sagt Nicholas Negroponte? Er ist derzeit der Überbringer schlechter Nachrichten: Denn die Wirtschaftskrise zwingt das Projekt, 32 und damit die Hälfte aller Mitarbeiter zu entlassen. Doch es geht weiter. Negroponte spricht gar von einer „exciting new direction for OLPC“ und kündigt gleich den „$0 Laptop“ an. Andere wie techdirt glauben derzeit eher, dass Markt und Wettbewerb die Vision Negroponte’s vollenden werden. „The invisible hand“ also.
Official OLPC blog, 7. Januar 2009

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