Jochen Robes über Bildung, Lernen und Trends

Connectivism: Learning theory of the future or vestige of the past?

Der „Connectivism“ hat es ja mittlerweile auch hierzulande in die eine oder andere Fachliteratur geschafft. Doch was ist er eigentlich? Eine vollwertige Lerntheorie? John Erpenbeck und Werner Sauter nennen ihn z.B. eine „pragmatische Lernkonzeption“ („Kompetenzentwicklung im Netz“, 2007). Oder versuchen ihre Vertreter, allen voran George Siemens und Stephen Downes, mit diesem Modell nur der wachsenden Bedeutung des Internets gerecht zu werden? Das heißt, gelten die Annahmen des „Connectivism“ auch für Lernprozesse, die sich abseits virtueller Netzwerke abspielen? Und wie verhält er sich zu anderen Lerntheorien wie z.B. dem Konstruktivismus? Das sind die Fragen, die in diesem Aufsatz diskutiert werden. Und das ist der Schluss, den die Autoren aus ihren Überlegungen ziehen:

„A paradigm shift, indeed, may be occurring in educational theory, and a new epistemology may be emerging, but it does not seem that connectivism’s contributions to the new paradigm warrant it being treated as a separate learning theory in and of its own right. Connectivism, however, continues to play an important role in the development and emergence of new pedagogies, where control is shifting from the tutor to an increasingly more autonomous learner.“

Die Frage nach dem Status des „Connectivism“ ist natürlich auch Thema des Online-Kurses „Connectivism and Connective Knowledge“ (siehe hier) gewesen, der gerade läuft. Aber da war der vorliegende Artikel wohl schon geschrieben.
Rita Kop und Adrian Hill, The International Review of Research in Open and Distance Learning (IRRODL), Vol 9, No 3, Oktober 2008

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