Jochen Robes über Bildung, Lernen und Trends

Modelle kooperativer Wissensproduktion

Google’s „Knol“ hat bei Peter Baumgartner, Leiter des Departments für Interaktive Medien und Bildungstechnologien an der Universität Krems, verschiedene, teilweise widersprüchliche Gedanken ausgelöst und das Schöne ist, dass er uns daran teilhaben lässt. Auf den ersten Blick, am 27 Juli, erscheint ihm Knol als „eine interessante Alternative zur Wikipedia“, die „enorme Vorteile“ für eine kooperative Wissensproduktion aufweist („Googles Knol versus Wikipedia“).

Wenige Minuten (!) später hält er – scheinbar erschrocken über das eigene schnelle Statement – fragend inne: „Ist es eine Alterserscheinung, dass ich jetzt beginne mir ernstlich Sorgen zu machen?“ („Google & Datenschutz“, 27. Juli)

Weitere vier Tage später ist das vorerst abschließende Urteil gefällt: „Die letzten beiden Tage habe ich unter anderem dazu benützt mich über die Diskussion zu Google Knols zu informieren. Ich bin zum Schluss gekommen, dass das Konzept sehr gut ist, aber aus verschiedenen Gründen die aktuellen Realisierung bzw. Implementierung (siehe Knol-Website) durch Google äußerst kritisch zu beurteilen ist.“ („Google: Don’t be evil? – Don’t be naive!“, 31. Juli)

Aber das ist noch nicht das Ende. Angeregt durch Knol hat sich Peter Baumgartner auch auf die Suche nach einem theoretischen Fundament gemacht, um verschiedene Enzyklopädie-Projekte auf den Prüfstand zu stellen. Fündig geworden ist er bei Jürgen Habermas und seiner „Theorie des kommunikativen Handelns“, dessen Raster von Geltungsansprüchen er im (derzeit) letzten Beitrag kurz erläutert. Ein längerer Fachartikel wird angekündigt.
Peter Baumgartner, Gedankensplitter, 1 August 2008

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