Jochen Robes über Bildung, Lernen und Trends

Campus 2.0

Die Universitäten zwischen „Digitalisierungswettrennen“ und „Reformresistenz“. Einige aktuelle Puzzlestücke, die alle Handlungsbedarf signalisieren, aber auch nicht ohne Widersprüche sind.

Friedrich Hesse (Institut für Wissensmedien, Tübingen): „Die neuen Medien dürfen an den Hochschulen nicht vor allem unter dem Kostenaspekt gesehen werden. Es geht einfach nicht mehr ohne sie. Wenn die heute 17-Jährigen an die Hochschulen kommen, dann kennen sie einen großen Teil von Angeboten aus der Palette von Social Software (wie Myspace, Facebook, Studi-VZ) als etwas völlig Selbstverständliches. Und wenn dann die Universitäten nicht mitziehen, dann werden diese Studenten ihren Wissensaustausch gänzlich jenseits der Bildungsinstitutionen organisieren, in ihren individuellen und kommerziell organisierten Netzwerken.“ (FAZjob.NET)

Michael Kerres (Uni Duisburg-Essen): „Mit den Web 2.0-Tools sind längst nicht alle Studierenden vertraut.“ (FAZjob.NET)

Wolfgang Frühwald: „Es wäre eine Verschwendung, wenn wir die gegenwärtige Studentengeneration, die bildungswillig und bildungsfähig ist, enttäuschen. Wenn ich sehe, was meine Enkelkinder für Facharbeiten in der Schule abliefern, dann bin ich immer wieder beeindruckt. Dieses Niveau hatten früher Studienarbeiten. In meinen letzten Jahren an der Universität waren rund zwei Drittel meiner Studenten gut bis sehr gut. Mindestens zehn Prozent davon waren besser als ich. Das meine ich ganz ernst.“ (Die ZEIT)
Interview mit Friedrich Hesse, FAZjob.NET, 12 Januar 2008
Dorte Huneke, „E-Universität“. Das zweite Leben der Hochschulen, FAZjob.NET, 12 Januar 2008
Interview mit Wolfgang Frühwald, Die ZEIT, 17 Januar 2008
Manuel J. Hartung und Jan-Martin Wiarda: Der große Feldversuch, Die ZEIT, 17 Januar 2008

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