Jochen Robes über Bildung, Lernen und Trends

Studienbuch Wissensmanagement

Über Weihnachten bin ich einem Hinweis von Gabi Reinmann gefolgt und habe mir das Studienbuch von Ursula Hasler Roumois, Professorin an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW), durchgelesen. Es beginnt mit Ausführungen zur Wissensgesellschaft und zum Wissensbegriff, bevor ausführlich beschrieben wird, was Wissensmanagement in den Handlungsfeldern „Technologie“, „Mensch“ und „Organisation“ bedeutet. Überlegungen zur Wissensarbeit und „intelligenten“ (lernenden) Organisation schließen das Buch ab.Folgende Dinge haben mir gut gefallen:

  • Das Studienbuch gibt eine systematische Übersicht über die wichtigsten Modelle, Ansätze und Begriffspaare, mit denen heute im Wissensmanagement gearbeitet wird.
  • Es ist aktuell: Das Stichwort „Crowdsourcing“ fällt, „Social Software“ ist ein eigenes Kapitel gewidmet, wenn auch die Ausführungen hier noch sehr tastend sind.
  • Es spannt einen schönen Bogen vom Wissensmanagement zu Lernen, Bildung und Kompetenzmanagement (im Kapitel „Mensch: Lernen und Kommunikation“).
  • Es enthält sehr interessante Überlegungen zum Management von Wissensarbeit und Wissensarbeitern, geht hier auf Widersprüche und Fragen ein, ohne – was mir sehr sympathisch ist – letzte Antworten zu liefern.

Im Ausblick heißt es: „Es braucht … neue Strategien im Umgang mit Komplexität, indem man nicht gegen die Komplexität, sondern mit ihr arbeitet: Beispielsweise haben Wissensarbeitende in der Regel persönliche Strategien im Umgang mit Wissenskomplexität entwickelt, vielleicht wäre ein Austausch darüber sehr aufschlussreich.“ (210)
Ursula Hasler Roumois, Orell Füssli/ UTB, 2007, 236 S.

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