Jochen Robes über Bildung, Lernen und Trends

Meine Bibliothek

„Ohne Bibliotheken kein Wissen“, schreibt Martin Meyer einleitend in der NZZ vom Wochenende. Und, „dass alles, was Bestand haben will, zum Buch werden muss.“ Da erschrickt der Blogger und wird nachdenklich. Aber schließlich freut er sich doch über versöhnliche Worte: „Heute tun wir gut daran, den Nutzen aus den Büchern mit den Hilfestellungen des Computers zu kombinieren.“

Dann kommen Schriftsteller zu Wort, Alexander Kluge, Cees Nooteboom, Friederike Mayröcker und andere, und die Frage, etwas über ihre Bibliothek zu schreiben, wird hier nur offene Türen gefunden haben. Peter Bichsel: „Ich bin kein ordentlicher Mensch, mein Umgang mit Papier, auch mit gebundenem, gestaltet sich umständlich. Das ärgert mich selbstverständlich und ist ein grosses Handicap für einen Schreibenden. Aber ich kann es nicht ändern. Ich kann meine Bücher nicht behandeln wie ein Feldweibel seine Soldaten. Sie umgeben mich und sind mir Freude und Last.“

In den Augen der Vielschreiber und -leser sind Bücher Freunde, „Lebensmittel“ heißt es bei Alexander Kluge; Bücher ordnen Zeit und Räume. Ich überlege, welche Frage wohl in vierzig Jahren in der Beilage der NZZ behandelt wird? (welche NZZ? welche beilage? was sind bücher? wer liest?).
Martin Meyer, Neue Zürcher Zeitung (NZZ), 1 Dezember 2007

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