Jochen Robes über Bildung, Lernen und Trends

Was die Kunst weiß und die Wissensgesellschaft nicht wissen will

„Widerstand. Macht. Wissen“, so titelt der Bildpunkt, die Zeitschrift der IG Bildende Kunst, sein aktuelles Heft. Es geht vor allem um unsere Vorstellungen von Wissen. In diesem Artikel beklagt zum Beispiel die Autorin, dass wir mit einem „veralteten Wissensbegriff“ arbeiten, der viele Wissensarten ausblendet. Nicht zuletzt das, was die Autorin „künstlerisches Wissen“ nennt. Aber können wir uns dieses Ausblenden leisten, wenn es uns wirklich um Innovation, Kreativität und Ideen geht?

„Vom Wissen der Künste lernen, heißt also nicht nur, von ihren „Wissen-Was“ profitieren, um sich von ihren ungewohnten, oft sperrigen Sichtweisen auf neue Ideen bringen zu lassen. Sondern auch aus ihrem „Wissen-Wie“ Nutzen zu ziehen, aus ihren Techniken, ihren eigenen Zugängen zur Entwicklung von Neuem, aus ihrem Einsatz von Kreativität, aus ihrem Wagnis, Ungewohntes und Verdrängtes zu erschließen. Hier liegen die Stärken künstlerischen Wissens.“
Sabine Ammon, Bildpunkt, Herbst 2007

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