Jochen Robes über Bildung, Lernen und Trends

LEARNTEC Online-Pressekonferenz

Ich hatte mir wohl die falsche Zeit aufgeschrieben, so dass ich zuerst einige Minuten auf ein schwarzes Videofenster starrte. Irgendwann, ich war längst zu anderen Arbeiten zurückgekehrt, erwachte auf einmal mein Audiokanal und ich konnte noch rechtzeitig in die Pressekonferenz zum LEARNTEC Forum Schweiz einsteigen. Thema dieses Online-Events war die Präsentation einer Studie, die LEARNTEC und SCIL (Swiss Centre for Innovations in Learning) jüngst durchgeführt haben. 70 Bildungsmanager in deutschen und Schweizer Unternehmen wurden zu diesem Zweck befragt.

Was setzen Bildungsmanager nun an die erste Stelle auf ihrer Dringlichkeitsagenda? Die stärkere Verzahnung von Weiterbildung und Praxis (genauer: „Bildungsmaßnahmen transferförderlich zu gestalten“). 39 weitere Aufgaben folgen. Als ich bereits kurz davor war, für die Unterlage eine geeignete Ablage zu suchen, präsentierte Sabine Seufert (SCIL) plötzlich eine andere Darstellung der Ergebnisse (siehe Grafik). Wunderbar! Auf einer Seite alle Highlights der Trendstudie: nicht nur die dringlichsten Aufgaben (die Blitze), sondern auch die unsicheren Kandidaten (die Fragezeichen)!

Nur eine kurze inhaltliche Anmerkung: Bei einigen Punkten, wie z.B. „Wissensaustausch des Unternehmens mit der internen/ externen Umwelt erhöhen“, darf man annehmen, dass die befragten Bildungsmanager sie schlicht noch nicht auf dem Radar haben; andere Punkte werden von den Autoren nur eingeschränkt angesprochen, z.B. „Wikis zur Unterstützung von Bildungsveranstaltungen nutzen“ (warum nicht „Wikis zum Erfahrungsaustausch nutzen“?). Hier könnte ich mir ein „offensiveres“ Vorgehen vorstellen – ob der Begriff „Wissensmanagement“ nun fällt oder nicht.
LEARNTEC, 5 Oktober 2007
[Kategorien: Trends in der Weiterbildung]