Jochen Robes über Bildung, Lernen und Trends

Dr. Mashup; or, Why Educators Should Learn to Stop Worrying and Love the Remix

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Tippt man in der deutschsprachigen Wikipedia „mash-up“ ein, wird man interessanterweise auf die Seite „Bastard Pop“ geführt und erfährt, dass es sich um ein „Mitte der 1990er entstandenes Remixphänomen“ handelt, „bei dem eine Musikcollage aus Stücken von zwei oder mehr Interpreten zusammengemischt wird“. Nun ja, hier hinkt selbst die „wisdom of crowds“ noch etwas zurück, denn „mash-ups“ reichen heute weit über die Musik hinaus und bezeichnen das „mixing of any number of digital media sources“ bis zu „data mash ups“, „which combine the data and functionalities of two or more Web applications“. Beispiele sind HousingMaps, Yahoo’s Pipes and die vielen Varianten des „geotagging“, also der Kombination von Google Maps mit anderen Daten.

Vielleicht ist der Artikel von Brian Lamb seiner Zeit etwas voraus. Aber er führt viele verschiedenen Informationen und Perspektiven zusammen: Einleitend sind seine ausführlichen Hinweise, dass Kreativität immer auf Bestehendem aufbaut (und ich übernehme ein Zitat von Jonathan Lethem, ein „Must-Read“, wie Brian Lamb sagt): „Finding one’s voice isn’t just an emptying and purifying oneself of the words of others but an adopting and embracing of filiations, communities, and discourses.“ Dann nimmt er noch Walter Benjamin und sein „Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit“ (1936, und auf Englisch (!) online verfügbar) mit. Und erst dann beschreibt er notwendige Voraussetzungen und Anwendungen von „Mash-Ups“.

Wie gesagt, es gibt hier keine lange Liste mit Referenzen auf Bildungsprojekte. Kurze Verweise auf die Open University und Berkeley müssen genügen. Aber der Autor ist vom Potenzial der Sache für die Bildung überzeugt. Mit Recht, wie ich finde: „… and whatever educators think of the term mashup, the complex relationships between individuals, organizations, content, data, and applications will never be the same.“
Brian Lamb, EDUCAUSE Review, Vol. 42, No. 4, July/August 2007´
[Kategorien: Trends in der Weiterbildung, Web 2.0]

2 Responses to “Dr. Mashup; or, Why Educators Should Learn to Stop Worrying and Love the Remix”

  1. Werner Trotter

    Lieber Jochen Robes,

    Die Eingabe der gebräuchlichen Schreibweise „mashup“ in der deutschen Wikipedia liefert dann doch die verschiedenen Bedeutungen des Begriffs und zeigt, dass die „wisdom of the crowds“ durchaus auf der Höhe der Zeit ist.

  2. Jochen Robes

    Stimmt absolut. Ich habe zwar beide Schreibweisen eingegeben, aber die Übersichtsseite bei „mashup“ dann nicht weiter verfolgt.
    Gruß, JR

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