Jochen Robes über Bildung, Lernen und Trends

Mobile Learning

Mobile Learning wird kommen, daran läßt schon das Editorial dieser Themenausgabe von IRRODL keine Zweifel. Menschen wollen (endlich) das „learning anytime and anywhere“ einlösen. Und sie halten die Technik dafür bereits in den Händen. Was steht also eigentlich noch zwischen Wunsch und Wirklichkeit? Neun Beiträge versammelt das Heft. Der Beitrag von Agnes Kukulska-Hulme (Open University/ UK) z.B. stellt Usability-Fragen in den Mittelpunkt und hält fest: „The majority of mobile learning activity continues to take place on devices that were not designed with educational applications in mind.“ Gleichzeitig entwickeln sich Hard- und Software in einem Tempo, dass Usability-Probleme, die gestern noch aktuell waren, heute bereits überholt sein können. So schreibt die Autorin: „It looks like the future is in scenario-based design, but this should also take into account the evolution of uses over time and the unpredictability of how devices might be used.“ („Mobile Usability in Educational Contexts: What have we learnt?“) Apple’s iPhone lässt grüßen.

Wenn man nur einige der Stichworte nimmt, die in diesem Heft fallen: PDA (Palm/ PocketPC), mobile phone, smart phone, mp3 und mp3-player, iPod, bluetooth, SMS, podcasts, Tablet PCs, Wi-Fi – dann wird deutlich, dass wir es hier nicht mit einer stabilen Infrastruktur zu tun haben, für die man in langfristigen Projekten intelligente Lernlösungen sucht. Im Gegenteil. Und das wird die zentrale Herausforderung für alle bleiben, die m-learning in ihre Lernumgebungen integrieren wollen.
The International Review of Research in Open and Distance Learning (IRRODL), Vol 8, No 2 (2007)
[Kategorien: e-learning]

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